Ich habe sie nie nach einem Wurstbrötchen gefragt

Einmal schrieb ich der Unternehmenszentrale meines bevorzugten Supermarktes um die Ecke eine E-Mail. Ich beschwerte mich über eine permanent extrem unfreundliche, ja fast schon verbittert auftretende Verkäuferin hinter der kombinierten Wurst- und Brottheke, die das Brot stets auf einem Schneidebrettchen teilte, auf dem sie vorher Wurst geschnitten hatte. Zu allem Überfluss benutzte sie dafür auch immer das gleiche Messer. Ich wollte nicht länger hinnehmen, dass mein Marmeladenbrot des Öfteren nach Fleisch- oder Mettwurst schmeckte, weil kleine Wurstzipfelchen am Brot klebten.
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Ich wünsche den Krautreportern viel Erfolg!

Ich bin eigentlich überhaupt kein Freund des Crowdfundings. Mittlerweile habe ich sogar eine regelrechte Allergie gegen diesen Begriff entwickelt und blende Artikel mit Crowdfundingprojekten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weitestgehend aus.

Seit gestern findet jedoch das für meine Begriffe interessanteste Crowdfunding-Projekt des bisherigen Jahres statt. 25 Reporter möchten nämlich die digitale Medienlandschaft verändern und sich an echtem Journalismus statt hektischer Tickermeldungen im Web versuchen. Krautreporter soll ein neues Online-Magazin werden, das völlig frei von Werbung interessante und gut recherchierte Geschichten erzählen möchte. Der rigorose Verzicht auf jegliche Art von Werbung soll sich dabei nicht nur optisch positiv bemerkbar machen, sondern auch die negativen Auswirkungen von Werbung auf den Journalismus im Web verhindern.
Die Krautreporter möchten mit ihrem Journalismus lieber Leser als Werbekunden zufriedenstellen und nicht die Masse, sondern die Zufriedenheit der Leser maximieren. Am Beispiel der fantastischen HBO Serie True Detective beschreibt Stefan Niggemeier, einer der zukünftigen Krautreporter, in seinem Blog anschaulich das geplante Konzept.
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Schach, Wovenhand und Schnipo Schranke

Bitte beschreiben Sie in eigenen Worten die herausragenden Ereignisse der letzten Tage. Ich mache es kurz: Schach, Wovenhand und Schnipo Schranke.

Zum einen verfolgte ich gespannt wie sich der junge Schachweltmeister Magnus Carlsen beim Vugar Gashimov Memorial Schachturnier in Shamkir/Aserbaidschan schlug, das zu Ehren des im Alter von nur 27 Jahren verstorbenen Schachgroßmeister Vugar Gashimov stattfand. Für Magnus Carlsen war dieses Turnier eine ungewohnte Achterbahnfahrt, denn nach zwei gewonnen Partien zum Turnierstart musste er auch zwei Niederlagen einstecken, und zwar direkt hintereinander. Dies ist ein Umstand, der für Carlsen alles andere als normal ist und neben seinen Haltungsnoten am Brett für mehr als genügend Gesprächsstoff in der Schachwelt sorgte. Zu guter Letzt konnte sich Carlsen mit einem herausragenden Sieg über Fabiano Caruana, gegen den er in der Hinrunde verlor, in der letzten Partie noch den Gesamtsieg des Turniers sichern. Well done, Mr. Carlsen!

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The Afghan Whigs – Do To The Beast

Wer über die letzten Jahrzehnte ein wenig meinen Musikgeschmack verfolgt hat, der weiß, dass ich schon sehr lange ein großer The Afghan Whigs Fan bin. Das 1993 erschienene vierte Studioalbum namens „Gentlemen“ würde sogar in einen Pool von nur 5 Alben gehören, die ich auf die berühmte einsame Insel mitnehmen würde, da „Gentlemen“ auch heute noch eines der besten Alben aller Zeiten ist.
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Elektrische Zigaretten dampfen

In letzter Zeit habe ich bei diversen Veranstaltungen immer häufiger Menschen mit E-Zigaretten gesehen. Anfänglich habe ich mich als Raucher jedoch nicht sonderlich für diese Elektrischen Zigaretten interessiert. Eventuell habe ich sogar ein wenig bemitleidenswert beobachtet, wie diese Menschen an ihren sonderbaren Geräten ziehen, um ein wenig Dampf zu produzieren. Dennoch habe ich mich dann irgendwann gefragt, warum diese Dampfer in geschlossenen Räumen dampfen konnten, während ich als Raucher für jede Zigarette vor die Türe treten musste. Das erste Interesse war geweckt und ich habe angefangen, mich etwas mit dem Thema E-Zigaretten zu beschäftigen. Ich wollte wissen wie E-Zigaretten funktionieren, was dort verdampft wird und schlussendlich selber testen, was diese Geräte so alles können. Davon handelt dieser Artikel.
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Jank Kovik

Es passiert nicht alle Tage, dass mich Musik aus der Kleinstadt Frankfurt begeistert. Bei der VirusMusikRadio-Show 2013, die letzten Freitag im Club Das Bett stattfand, war es aber mal wieder soweit. Dort spielte die Frankfurter Band Jank Kovik, die in den Ankündigungen wie folgt beschrieben wurde:

Die Songs von Jank Kovik sind so zielsicher wie Clint Eastwood, so schonungslos wie ein Roman von Cormac McCarthy und so scharf wie die Gedichte von Tennessee Williams. Die Songs heißen “Keys”, “Refuge” und “Who am I?” und erzählen vom Scheitern, von der Kapitulation und von der Erlösung durch die Kunst. Diese versierte Band spielt den Soundtrack einer Generation, die dem Auto-Tune-Effekt den Kampf angesagt hat. Hier ist alles verletzlich, alles offen, zerbrechlich und splitterig. Eine ganze Handvoll Musiker hat Marko Jankovic um sich versammelt, um seine Songs aus der Einsamkeit des Singer/Songwriter-Daseins zu befreien. Bei Jank Kovik treffen sich Mitglieder früherer und aktueller Bands wie Hammocks, Nanda Zip, Mystic Onehand, The Pershing Case, Skizze Blau, Paul Dimmer Band oder Sushimob.

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Mein Serienjahr 2013

Unter cineastischen Gesichtspunkten war das Jahr 2013 für mich eher etwas enttäuschend. Dafür habe ich dieses Jahr umso mehr Serien konsumiert. Von manchen Serien reichten mir schon wenige Episoden, andere wiederum habe ich am Stück verschlungen und wieder andere rangierten in meiner Gunst irgendwo dazwischen. Es folgt ein kleiner Rückblick auf mein Serienjahr 2013.
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Magnus Carlsen aus Norwegen ist Schachweltmeister 2013!

Die Situation vor dem 10. Spiel der Schachweltmeisterschaft 2013 war klar. Magnus Carlsen benötigte lediglich ein Unentschieden um der nächste FIDE Schachweltmeister 2013 zu werden. Man erwartete also ein routiniert heruntergespieltes Remis von Carlsen, das er mit den weißen Steinen ein wenig hätte initiieren können. Wer das jedoch dachte, hatte die Rechnung ohne den jungen Norweger gemacht.
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Magnus Carlsen´s Last Big Title Videodokumentation

Der norwegische TV Sender VGTV veröffentlichte Anfang November 2013 einen interessanten Dokumentarfilm mit dem Titel „Magnus Carlsen´s Last Big Title“, der Carlsen porträtiert und ihn bis zum Beginn der Schachweltmeisterschaft 2013 mit der Kamera begleitet.
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Schachweltmeisterschaft 2013 in Chennai: Carlsen kurz vor Titelgewinn

Nach dem gestrigen Ruhetag, der komfortablen 5:3 Führung von Magnus Carlsen und dem in den letzten Runden etwas verzweifelt wirkenden Vishy Anand, hatte man vor der der heutigen 9. Partie ein wenig den Eindruck, dass die nächsten beiden Runden gleichzeitig die letzten dieser Schachweltmeisterschaft werden könnten. Denn sobald ein Spieler über 6,5 Punkte auf seiner Habenseite verfügt, ist er damit Schachweltmeister 2013. Carlsen würden also aus den kommenden beiden Partien 1,5 Punkte reichen, was einem Sieg und einem Unentschieden entspricht.
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