Apple Keynote – And some Irish guys in your junk mail

Seit weit mehr als 10 Jahren überkommt mich jedes Mal ein etwas trauriges Gefühl, wenn ich U2 Sänger Bono Vox in der Presse sehe. Manchmal schwingt sogar eine Prise Fremdscham mit.
Natürlich sind es nicht nur die lächerlichen Brillen und der dramatische Gestus, welche dieses Gefühl bei mir auslösen, es ist mehr das völlig übertrieben inszenierte Gutmenschentum und die seit über 20 Jahren andauernde Abwesenheit von guter Musik.
Natürlich, im Grunde genommen waren U2 nie mehr als eine christlich geprägte Stadion-Rockband, die den Mainstream bediente. Angesichts dieser Definition fällt es mir aufgrund meines sonstigen Musikgeschmacks sehr schwer zu glauben, dass mir diese Band einmal etwas bedeutete. Aber so war es. Denn in den 80er Jahren veröffentlichte die Band um Sänger Bono Vox ganze 6 erstaunlich gute Studioalben, die sie zu einer der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte machten. Ihre Texte und ihr politisches Engagement machte die Band darüber hinaus zu einer Art guten Gewissens der Musikindustrie.
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Entschleunigte Eleganz mit Ello

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin niemand, der sozialen Netzwerken eine besondere Bedeutung beimisst. Es würde mich wohl nicht länger als 5 Minuten beschäftigen, wenn Unternehmen wie Facebook und Twitter über Nacht all ihre sozialen Netzwerke für immer vom Netz nehmen würden. Selbst ohne Backup würde ich nichts vermissen, weder die von mir erstellten Inhalte, noch die von anderen Usern. Dennoch kann ich es verstehen, dass viele andere Benutzer solcher Netzwerke im ersten Moment glauben würden, dass ihnen etwas fehlen würde.
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Ich habe sie nie nach einem Wurstbrötchen gefragt

Einmal schrieb ich der Unternehmenszentrale meines bevorzugten Supermarktes um die Ecke eine E-Mail. Ich beschwerte mich über eine permanent extrem unfreundliche, ja fast schon verbittert auftretende Verkäuferin hinter der kombinierten Wurst- und Brottheke, die das Brot stets auf einem Schneidebrettchen teilte, auf dem sie vorher Wurst geschnitten hatte. Zu allem Überfluss benutzte sie dafür auch immer das gleiche Messer. Ich wollte nicht länger hinnehmen, dass mein Marmeladenbrot des Öfteren nach Fleisch- oder Mettwurst schmeckte, weil kleine Wurstzipfelchen am Brot klebten.
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Ich wünsche den Krautreportern viel Erfolg!

Ich bin eigentlich überhaupt kein Freund des Crowdfundings. Mittlerweile habe ich sogar eine regelrechte Allergie gegen diesen Begriff entwickelt und blende Artikel mit Crowdfundingprojekten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weitestgehend aus.

Seit gestern findet jedoch das für meine Begriffe interessanteste Crowdfunding-Projekt des bisherigen Jahres statt. 25 Reporter möchten nämlich die digitale Medienlandschaft verändern und sich an echtem Journalismus statt hektischer Tickermeldungen im Web versuchen. Krautreporter soll ein neues Online-Magazin werden, das völlig frei von Werbung interessante und gut recherchierte Geschichten erzählen möchte. Der rigorose Verzicht auf jegliche Art von Werbung soll sich dabei nicht nur optisch positiv bemerkbar machen, sondern auch die negativen Auswirkungen von Werbung auf den Journalismus im Web verhindern.
Die Krautreporter möchten mit ihrem Journalismus lieber Leser als Werbekunden zufriedenstellen und nicht die Masse, sondern die Zufriedenheit der Leser maximieren. Am Beispiel der fantastischen HBO Serie True Detective beschreibt Stefan Niggemeier, einer der zukünftigen Krautreporter, in seinem Blog anschaulich das geplante Konzept.
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Schach, Wovenhand und Schnipo Schranke

Bitte beschreiben Sie in eigenen Worten die herausragenden Ereignisse der letzten Tage. Ich mache es kurz: Schach, Wovenhand und Schnipo Schranke.

Zum einen verfolgte ich gespannt wie sich der junge Schachweltmeister Magnus Carlsen beim Vugar Gashimov Memorial Schachturnier in Shamkir/Aserbaidschan schlug, das zu Ehren des im Alter von nur 27 Jahren verstorbenen Schachgroßmeister Vugar Gashimov stattfand. Für Magnus Carlsen war dieses Turnier eine ungewohnte Achterbahnfahrt, denn nach zwei gewonnen Partien zum Turnierstart musste er auch zwei Niederlagen einstecken, und zwar direkt hintereinander. Dies ist ein Umstand, der für Carlsen alles andere als normal ist und neben seinen Haltungsnoten am Brett für mehr als genügend Gesprächsstoff in der Schachwelt sorgte. Zu guter Letzt konnte sich Carlsen mit einem herausragenden Sieg über Fabiano Caruana, gegen den er in der Hinrunde verlor, in der letzten Partie noch den Gesamtsieg des Turniers sichern. Well done, Mr. Carlsen!

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