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Erste Schritte nach der WordPress Blog Installation

Damit ein soeben neu installiertes WordPress Blog so richtig einsatzbereit ist und einige wichtige Aufgaben automatisch ausführen kann, muss man nach der Grundinstallation noch einige Arbeiten erledigen. Hier schreibe ich auf, was ich getan habe.
Nachdem ich mir die neuste WordPress Version von WordPress Deutschland (beinhaltet die deutsche Sprachdatei und einige weitere Übersetzungen) heruntergeladen und auf meinem Webspace installiert habe, musste ich mir zunächst überlegen, unter welcher URL mein Blog künftig bekannt sein soll.

WordPress Adresse

Meinen Domainnamen sowie die TLD (Topleveldomain) habe ich mir bei der Registrierung meines Webspaces bereits überlegt, jetzt ist noch wichtig, ob mein Blog mit oder ohne www öffentlich werden soll.
Konfiguriert man WordPress unter den allgemeinen Einstellungen im Feld WordPress-Adresse (URL) so, dass die WordPress Adresse zum Beispiel www.netzroyal.de lautet, ruft die Seite aber mit netzroyal.de auf, dann leitet WordPress durch das Canonical Redirecting auf www.netzroyal.de um. Das funktioniert zwar gut, dennoch sollte man darauf achten, dass das Blog immer unter der gleichen Adresse gelistet wird.
Besonders für Suchmaschinen wie Google ist es wichtig, die gewünschte URL des Blogs zu kennen und zu indexieren. Ansonsten könnte es passieren, dass mein Blog durch zukünftige Verlinkungen mal als netzroyal.de und mal als www.maingold.com in den Suchergebnissen zu finden sein wird. Dies könnte insofern Probleme geben, da Google den gleichen Inhalt somit unter zwei unterschiedlichen URLs findet.

Um dies zu vermeiden kann man weiterhin in den Google Webmastertools (dazu später mehr) festlegen, welches die bevorzugte Domain sein soll. Trägt man dort ein, dass die bevorzugte Domain www.example.de sein soll und Google findet Links der Formate example.de auf die eigene Seite, so folgt Google diesen Links als www.example.de. Ich entscheide mich auf diesem Blog für die www Variante.

WordPress Permalinks

WordPress startet standardmäßig mit unschönen URLs des Formats http://www.maingold.come/?p=123.
Diese Permalink Standardeinstellung sollte man unbedingt im Backend unter Einstellungen – Permalinks ändern. Damit diese Änderungen greifen, muss eine beschreibbare Datei namens .htaccess (Punkt nicht vergessen) in dem Root Ordner der WordPress Installation liegen.
Welche Option man hier wählt ist Geschmackssache. Die wohl am häufigsten anzutreffende Variante ist “Tag und Name”, welche zukünftig URLs in folgenden Format fabrizieren würde: http://www.maingold.com/2009/11/10/sample-post/

Somit sieht man bereits in der URL, den Tag, den Monat, sowie das Jahr, an dem der Artikel veröffentlicht wurde. Weiterhin sieht man auch den Titel des Artikels in der URL, was sowohl für Menschen als auch für Suchmaschinen wichtig ist.
Ich habe mich hier für eine andere, eine benutzerdefinierte Struktur der Permalinks entschieden, und zwar für /%post_id%/%postname%/. Somit wird in der URL Struktur nach der TLD eine Post ID, sowie der Titel des Artikels oder der Seite angehängt.

Erweiterte Funktionen durch WordPress Plugins

Als nächstes habe ich einige Plugins installiert, um meine WordPress Installation um einige wichtige Funktionen zu erweitern. Das Plugin Akismet ist bereits vorinstalliert und schützt das Blog vor Spamkommentaren. Um Akismet zu aktivieren, braucht man einen WordPress API Key. Diesen API Key erhält man, indem man sich bei wordpress.com registriert. Da ich bereits ein eigenes Blog installiert hast, und somit kein Blog mehr bei wordpress.com brauche, gebe ich bei der Registrierung an, dass ich anstatt eines Blogs nur einen Usernamen haben möchtest, also „just a Username, please“. Bitte, danke.
Wordpress Registrierung

Nach dem Bestätigen der Registrierungsmail erhält man seinen API Key dann per Mail und gibt ihn in seinem WordPress Backend auf der Akismet Konfigurationsseite ein. Ab sofort ist das Blog durch Akismet vor Spam geschützt. Beruhigend.
Wordpress API Key

WordPress Statistiken

Mit meinem API Key und meinem wordpress.com Account kann ich aber noch mehr machen, zum Beispiel Traffic Statistiken aufzeichnen lassen.
Das Plugin WordPress.com Stats zeichnet Views, Referrers und Klicks auf dem eigenen Blog auf und zeigt die Auswertung im Dashboard des Blogs an. Somit kann ich auf einen Blick sehen, wie oft Besucher mein Blog besucht haben, woher sie kamen und welche Links sie auf meinen Seiten angeklickt haben. Da diese Statistiken auf den Servern von wordpress.com laufen, belasten sie somit meinen eigenen Server nicht, was sehr praktisch ist.
Um diese Statistiken zu starten, installiert man das WordPress.com Stats Plugin, und gibt seinen API Key ein. Ab diesem Moment zeichnet wordpress.com Statistiken auf. Bevor man erste Statistiken zu sehen bekommt, musst man allerdings einige Zeit warten.

Feedburner

Wer Fan von Statistiken ist, kann sich auch Statistiken über die Nutzung des Feeds schreiben lassen. Hierzu sollte man seinen WordPress Feed durch den kostenlosen Feedservice Feedburner ersetzen. Da Feedburner mittlereile ein Google Service ist, braucht man hierfür ein Google Konto, mit dem man sich dann bei Feedburner anmelden und seinen neuen Feedburner Feed konfigurieren kann.
Damit der bisherige WordPress Feed auch automatisch zu dem neuen Feedburner Feed umgeleitet wird, musst man noch das Feedburner FeedSmith Plugin installieren, welches man über die Feedburner bzw. Google Seite findet.
Nachdem das Feedburner FeedSmith Plugin installiert ist, muss es aktiviert und in den Einstellungen zu diesem Plugin die neue, bei Feedburner erstellte Feedadresse eingeben werden.
Nun ist der neue Feed aktiviert und ab sofort zeichnet Feedburner Statistiken zu meinem Feed auf. Meine Feedburner Feedadresse lautet http://feeds.feedburner.com/netzroyal

Plugin Feed Stats for WordPress

Damit man diese Statistiken auch in seinem WordPress Dashboard überwachen kann, muss das Plugin Feed Stats for WordPress installiert und aktiviert werden. In den Einstellungen dieses Plugins muss dann die neue Feedburner Feed URL eingeben werden.
Feed Stat Plugin Feedburner

Nachdem ich das getan habe, möchte ich mit dem Klick auf Test meinen neuen Feed testen. Dabei erhalte ich folgende Fehlermeldung: Die Awareness API ist nicht aktiviert.
Awareness Api Fehler

Um diese Awareness API zu aktivieren besuche ich meinen Feedburner Account, schaue unter der Registerkarte „Publicize“ und klicke in der linken Navigation auf „Awareness API“. Hier kann ich nun meine Awareness API aktivieren. Nachdem ich das getan habe, kehre ich wieder zurück in mein WordPress Dashboard und klicke erneut auf Test. Nun ist mein neuer Feed gültig und ich kann die Änderungen speichern. Ab sofort kann ich also in meinem Dashboard neben den Traffic Statistiken auch meine Feed Statistiken einsehen. Great.
Awareness API okay

Google Webmastertools und Sitemap

Nun kümmere ich mich um Suchmaschinen wie Google und seine Freunde, denn ich möchte natürlich, dass mein neues Blog auch in den Suchmaschinen gefunden wird.
Mit meinem Google Account melde ich mich bei den Google Webmastertools an und füge dort meine neue Website hinzu.
Danach möchte Google die Eigentümerschaft dieser neuen Website überprüfen. Um dies zu tun wähle ich bei der Überprüfungsmethode „HTML-Datei hochladen“ aus, lade mir wie im Punkt 1 beschrieben eine kleine HTML Datei auf meinen Rechner, lade diese kleine HTML Datei per FTP in das Root Verzeichnis meiner Website und klicke auf bestätigen. Nun weiß Google, dass dies meine Website ist, oder zumindest, dass ich administrativen Zugriff darauf habe.
Damit Google immer aktuell darüber informiert wird, welche Inhalte auf meinem Blog zu finden sind, reiche ich nun eine XML Sitemap bei Google ein.
Webmastertools Eigentuemerschaft pruefen

Google XML Sitemaps Plugin

Hierzu muss ich vorher das Google XML Sitemap Plugin auf meinem Blog installiert, und entsprechend der Anleitung des Plugins in meinem Root Verzeichnis die beiden beschreibbaren Dateien sitemap.xml und sitemap.xml.gz (für die gezippte Version) platziert haben. Diese beiden Dateien kann man bequem mit einem Texteditor wie Notepad erstellen.
Nun klicke ich auf XML-Sitemap einreichen, gebe den Namen der XML Datei an (in meinem Fall sitemap.xml) und bestätige den Dialog.
Google kann nun in regelmäßigen Abständen in meine Sitemap schauen, um sich über neue Inhalte zu informieren. Das Google XML Sitemap Plugin kann aber nicht nur Google über Änderungen informieren, sondern auch Suchmaschinen wie Bing (vormals MSN Live Search), Ask.com und Yahoo. Für Yahoo braucht man hierzu eine Yahoo Application ID, welche man hier beantragen kann.

Fazit

Aus meiner Sicht sind nun die wichtigsten Grundeinstellungen für das neue WordPress Blog getan. Ich habe einen Schutz vor Kommentarspam aktiviert, habe meine Blog-Adresse festgelegt, habe für Blog- und Feedstatistiken gesorgt, habe meine Permalinks optimiert und habe dafür gesorgt, dass Suchmaschinen über Änderungen meiner Inhalte benachrichtigt werden.

Je nach Anforderungen kann man sich nun Gedanken über weitere WordPress Plugins machen. Ich selber setze gerne noch Plugins wie etwa WordPress Database Backup (zum automatisierten Backup der Datenbank), Subscripe to Comments (Kommentatoren können sich über neue Kommentare eines bestimmten Artikels per Mail informieren lassen), o42 Clean Umlauts (ersetzt deutsche Umlaute in den Permalinks), Get Recent Comments (zeigt die letzen Kommentare in der Sidebar an) und Chunk URLs for WordPress (verkleinert URLs in den Kommentaren, damit das Layout nicht zerschossen wird) ein.
Selbstverständlich gibt es noch Tausende Plugins mehr, die man sich je nach Anforderung gezielt aussuchen sollte. Grundsätzlich sollte man es aber mit den Plugins nicht übertreiben, da jedes Plugin mehr Last auf dem Server erzeugt und somit die Seiten langsamer werden lassen.

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{ 4 comments… read them below or add one }

1 Roman November 11, 2009 um 19:26

Hallo Marius, toller Artikel, für die URLs nehme ich das Schema /kategorie/titel, das sieht optisch jedenfalls besser aus und die Zahl ist ja “nicht nötig”.
Zu “denn ich möchte natürlich, dass mein neues Blog auch in den Suchmaschinen gefunden wird.” möchte ich sagen, das es dazu üüüberhaupt nicht eine einzige Anmeldung bei iiiirgendeinem Google-Service braucht. Schau, ich hab in meinem Blog kein Feedburner, kein Adsense und verwende auch keine Webmasterzentrale oder eine Sitemap.xml – und trotzdem werden meine Artikel innert etwa 10 Minuten (bis 20min) nach Publizierung in Google super gelistet und innert wenigen Monaten steht mein Blog nun bereits (für Schweizer Verhältnisse) super da ;o) es braucht maximal 1 Link zum neuen Blog, und dann – *Aktivität*, dann kommt Google schon.
Als Plugin empfehle ich “dofollow” und wenn jemand trotz allen Erwartungen sein Blog noch in ein Unterverzeichnis verschieben will, findet bei mir eine Anleitung und ein paar Tipps dazu (Link) Gruss, Roman

Antworten

2 Roman November 14, 2009 um 12:00

Hi Marius, danke für den WP-Link, wieder etwas gelernt! Wobei das natürlich wieder relativiert werden kann ;o) wenn es um x-tel Sekunden geht, dann ist das vernachlässigbar, werd mir das aber mal ansehen…

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3 Marius November 12, 2009 um 18:15

Hallo Roman,
die ID ist insofern nötig, da man aus Performancegründen Permalinks nicht mit der Kategorie, Tag, Autor, oder Artikeltitel beginnen sollte.
So zumindest steht es im Wordpress Codex.

Was die Google Services angeht: Ich habe auch schon auf anderen Blogs die Erfahrung gemacht, dass Google nur wenige Minuten nach Veröffentlichung eines Artikels, diesen Artikel im Index hatte, das ist schon Wahnsinn.

Aber es gibt auch noch andere Suchmaschinen. Die Sitemap habe ich nicht nur für Google installiert, sondern auch für Bing und Yahoo. Inwieweit sie den Suchmaschinen hilft, kann ich nicht beurteilen, aber sie schadet auch nicht.

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4 Marius November 14, 2009 um 17:13

Ja, ich kenne auch eine Menge Blogs, die nur mit /%postname%/ arbeiten und auch funktionieren. Darunter mit Caschys Blog eines der meistgelesenen in Deutschland.
Insofern sollte man sich bei diesem Thema wahrscheinlich keine allzu großen Sorgen machen müssen. Trotzdem war es mir ganz einfach lieber, mich bei einem ganz neuen Blog an die WordPres Empfehlung zu halten. Eine solche Einstellung legt man ja in der Regel nur ein einziges mal fest, obwohl es durchaus Plugins gibt, die bei der Änderung der Permalink Einstellung behilflich sind.

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