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Geld verdienen im Internet

Geld verdienen im Internet, diesen Titel wollte ich, so wie gefühlte Hunderttausend andere Websites, schon immer mal schreiben. Vielleicht ist „Geld verdienen im Internet“ sogar der häufigste Titel im Internet, und neben sexuellen Themen eine der häufigsten Suchanfragen.

Das erstaunliche dabei ist, dass diese „Geld verdienen im Internet“ Seiten genau das tun möchten, der Name ist hierbei Programm. Sucht man zum Beispiel nach „Musik hören im Internet“ findet man Seiten und Artikel, die Tipps zum Musik hören im Internet geben, oder eben “Musik hören im Internet” als Dienst anbieten.
Bei den „Geld verdienen im Internet“ Seiten ist das anders, sie behaupten zwar, Tipps und Programme zum Geld verdienen im Internet parat zu haben, aber im Grunde machen sie das nur, um das Geld selber zu verdienen. Solche Seiten haben quasi meistens einen Selbstzweck. Zumindest sehe ich das nach einiger Recherche so.

Derartige Angebote funktionieren eigentlich fast immer nach denselben Mustern. Sie möchten ihre Erfolgsgeheimnisse als Ebook verkaufen, und versprechen beträchtliche Nebeneinkünfte mit wenig Arbeit, oder sie erzählen uns, wie man sogar davon leben können soll.
Schaut man sich diese meist kostenpflichtigen Ebooks genauer an, findet man dort oft sehr ähnliche Inhalte. Größtenteils soll man sich laut diesen „Geld verdienen im Internet“ Programmen, Nischenwebsites oder Nischenblogs anlegen (also Seiten mit einem Thema, das eine Nische im Internet darstellt), um diese dann mit Werbebannern zu versehen. Mehr ist es eigentlich nicht. Gelegentlich empfehlen solche Programme auch den Verkauf von Ebooks, also genau das, was sie selber tun um Geld zu verdienen.
Es gibt auch Programme, welche auf Empfehlungs- und Reviewseiten setzen. Dazu soll man Produkte testen oder empfehlen, die man dann per Affiliate Link sofort über diese Seite kaufen soll. Die Provision erhält dann der Seitenersteller.
Es gibt noch eine weitere Methode, bei der man zugangsgeschützte Websites erstellen soll, wobei man den Zugang zu dieser Seite durch monatlich zu zahlende Beiträge verkauft.

Dies sind so die gängigsten mir bekannten Methoden der berühmt berüchtigten „Geld verdienen im Internet“ Seiten. Ich bin der Meinung, dass außer den Verkäufern solcher Programme, die wenigsten Personen damit wirklich nennenswerte Beträge verdienen.

Denn das wichtigste wird bei solchen Programmen meistens vergessen, und das ist die Erstellung von lesenswerten Inhalten. Ohne Inhalte keine Besucher, ohne Besucher kein Geld. Dieses alte Prinzip gilt sowohl off- als auch online, es gilt so gut wie immer.

Selbstverständlich gibt es aber auch in Deutschland Personen, die mit ihren Blogs Geld verdienen. Dazu braucht man aber keine der oben genannten Programme. Dazu braucht man gute und einzigartige Inhalte, sprich Artikel. Und selbst das reicht noch nicht. Man muss in der sehr glücklichen Lage sein, massenhaft Besucherströme auf seine eigene Seite zu lenken. Erst mit einer großen Menge an Besuchern ist man in der Lage, über Werbung Geld mit einem solchen Blogs zu verdienen. Dabei meine ich Geld im Sinne von Geld, und nicht Einnahmen in Höhe einer Tafel Schokolade im Monat.

Wenn man sich vor Augen hält, dass man ca. zwischen 1 und 10 Euro pro 1.000 Seitenabrufe erhalten kann, dann kann man sich ungefähr ausrechnen, ab welchen Besucherströmen eine Website oder ein Blog lohnenswert vermarktet werden kann. Natürlich legen die wenigsten Seiten- oder Blogbetreiber ihre Einnahmen offen, aber bei Peter, bei dem es letzten Endes auch hauptsächlich um das Thema Geld verdienen im Internet geht, kann man sich mal anschauen, wie viel Geld auskunftsfreudige Seitenbetreiber zum Beispiel im Monat September verdient haben.

Ich denke der negative Beigeschmack, der noch vor kurzer Zeit vorherrschte, wenn man sein Blog vermarkten wollte, ist mittlerweile Vergangenheit. Viel mehr Blogs als früher sind mittlerweile mit Werbebanner oder Google Adsense übersäht. Solange man es damit nicht übertreibt und sein Blog wie eine Litfaßsäule präsentiert, finde ich das persönlich völlig legitim, vielleicht sogar erstrebenswert. Warum soll man für seine engagierte Arbeit nicht auch einige Euro einstreichen.

Die großen Versprechungen einiger „Geld verdienen im Internet“ Seiten, sollte man meiner Meinung nach aber getrost vergessen. So leicht wie diese Programme es vorgeben, ist es nicht Geld mit seinem Blog zu verdienen. Hostingkosten im Bereich von 5 bis 10 Euro im Monat, kann man allerdings mit einer regelmäßigen mittleren Besucheranzahl recht bequem einstreichen. Und das ist doch schon mal gar nicht so schlecht.

Natürlich ist nach oben hin immer noch Luft. Ich schätze, dass Blogs wie Spreeblick, Nerdcore oder Stylespion, was den monatlichen Verdienst angeht, recht gut dabei sind. Aber wenn man mal über deren Besucherzahlen sinniert, dann merkt man schnell, dass man auf ein solches Niveau nicht eben mal so im Vorbeigehen kommt. Trotzdem sind diese Blogs gute Beispiele dafür, was im deutschsprachigen Raum möglich ist. Falls ich mich nicht irre, sind diese genannten Blogs die Haupteinnahmequelle der jeweiligen Betreiber.

Fazit:
Ja, es kann funktionieren, das mit dem Geld verdienen im Internet. Aber nur die allerwenigsten haben damit wirklich Erfolg, und dann auch nur mit jahrelanger Aufbauarbeit und hochwertigen Inhalten. Wer das schnelle Geld verdienen möchte, sollte es lieber an der Börse versuchen. Wer keine entsprechend hochwertigen Inhalte hat, wird eventuell beim Lotto spielen erfolgreicher sein.

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1 Monika Dezember 20, 2009 um 11:19

Hallo Marius, Dein Artikel ist ein bisschen demotivierend, aber vom Grundsatz her natürlich richtig. Ich selbst betreibe seit 3 Jahren ein Artikelportal und habe ein gutes Nebeneinkommen durch Adsense, Patnerprogramme und bezahlte Artikel. Ich möchte mich nun aber doch noch auf ein zweites Standbein stellen mit einem Nischenshop. Denn es ist mir natürlich klar, dass man – wenn überhaupt – nur im Nischenbereich Geld verdienen kann.
Hierzu möchte ich Deinen Lesern – falls erlaubt – ein Buch empfehlen, das sich mit dem Thema Nischenfindung befasst. Man kann es derzeit bei einer Verlosung gewinnen und zwar hier: http://www.media.de/verlosung.html

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