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Say Hi to Magen- und Darmspiegelung

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Seit Wochen war mir kotzübel. Zum Frühstück wählte ich Haferschleim, ich ging mittags nicht mehr essen und trank keinen Alkohol mehr. Und zwischendurch immer wieder Kamillentee. Aber es wurde nicht besser.
Als ich dann während eines Meetings geschlagene 2 Stunden das Gefühl hatte jeden Moment über den runden Tisch vomitieren zu müssen, und die anwesenden Kollegen langsam aus meinem immer kleiner werdenden Sichtfeld verschwanden, wählte ich den Weg zum Arzt.

Ultraschall unauffällig, Medikamente brachten keine Besserung. Dann kam der Arzt mit der besten aller Ideen um die Ecke, einer Idee, die jedem Patienten die Freudentränen in die Augen treibt, nämlich eine Überweisung zu einer Magen- und Darmspiegelung, auch Gastroskopie und Koloskopie genannt. Hurra, ich hatte wohl das große Los gezogen.

Mit blendender Laune hüpfte ich nach Hause, ich konnte es kaum abwarten einen möglichst raschen Termin für diese Königin unter den Untersuchungen zu vereinbaren.

Für eine solche Qual muss man in der Stätte des Grauens zunächst einen Besprechungstermin wahrnehmen. Eigentlich wird dort gar nichts besprochen, der einzige Zweck dieses Besuches war das Aushändigen einer Packung Abführmittel, das auf den putzigen Namen „Moviprep“ hörte. Endlich zum Film.
Für die Einnahme dieses Abführmittels gibt es wichtige Regeln, die man sich in Form eines vom Arzt ausgehändigten DIN A4 Zettels an das schwarze Brett hängen kann. Am Vortag der Untersuchung gegen Mittag eine letzte leichte Mahlzeit, um 17 Uhr den ersten Liter Abführmittel, danach noch 2 Liter Wasser trinken. Nachts um 4 Uhr den zweiten Liter Moviprep, danach innerhalb einer Stunde noch einen Liter Wasser trinken. Das ist ja einfach. Dachte ich.

Als ich mir um kurz vor 17 Uhr den ersten Liter Moviprep anrührte, ahnte ich schon, dass hier kein kulinarischer Hochgenuss auf mich zukommen würde. Das erste Glas trank ich auf Ex, den Abgang empfand ich als widerlich, ich musste leicht würgen. Moviprep meldete an meine Geschmacksnerven eine Mischung aus Salzwasser, Süßstoff und Zitronenaroma, die Konsistenz erinnerte mich an Spülwasser.

Aber gut, nicht lang schnacken, Kopp in´ Nacken, ich wollte es schnell hinter mich bringen und kippte die restlichen 3 Gläser unter zwischenzeitlichem Ekelwürgen mit zugehaltener Nase auf Ex hinterher. Das wäre geschafft. Die beiden Liter Wasser danach waren dagegen eine wahre Wohltat. Wasser, lecker. Nach diesen drei Litern Flüssigkeit innerhalb sehr kurzer Zeit, fühlte ich mich wie im 9. Monat schwanger, mein Bauch war eine Kugel. Und dann wartete ich auf die Entbindung.

Irgendwann setze erhöhte Temperatur ein und leichter Schüttelfrost gesellte sich dazu. Vielleicht war dies die letzte Hoffnung meines Körpers, diese unerwünschte Untersuchung doch noch zu vermeiden, indem er eine Krankheit vortäuschte. Aber ich lies mich nicht verarschen.
Apropos verarschen, nach ca. 20 Minuten hatte ich keine Zeit mehr in meinen Körper hinein zu horchen, es war WC Time. Die nächsten 3 Stunden verbrachte ich gemütlich auf der Toilette, wo ich die erste Hälfte meines neuen Buches lesen konnte. Ich empfehle neben einem guten Buch zusätzlich feuchtes Toilettenpapier und Penatencreme. Fragt nicht.

Gegen 22 Uhr war der Spuck vorbei, ich legte mich leicht geschwächt ins Bett, weil um halb vier schon wieder der Wecker für die nächste Runde Moviprep klingeln würde.
Mitten in der Nacht kippte ich also wieder gläserweise Moviprep auf Ex und trank bis um 5 Uhr den weiteren geforderten Liter Wasser, danach durfte ich nichts mehr trinken. Während der zweiten Toilettenrunde schaffte ich dann fast den zweiten Teil meines Buches.

Ich hatte es zwar immer mal wieder versucht, aber es lohnte sich für mich nicht wirklich, mich von der Toilette zu erheben, um mich im Wohnzimmer häuslich einzurichten. Während des Moviprep Films war ich eher froh, rechtzeitig auf dem heimischen Thron Platz nehmen zu können.

Um 9 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zu der Stätte, in der sie mit Sicherheit Tarantinos Hostel gedreht hatten. Ehrlich gesagt hätte ich allerdings keine Minute früher das Haus verlassen können, es sei denn mit Windeln für Erwachsene.

Nach gefühlten 2 nervösen Stunden im Wartezimmer, lag ich dann irgendwann für die erste Untersuchung, es war die Magenspiegelung, auf dem Behandlungstisch, um den sich mehrere fürchterliche Foltergeräte gruppierten. Die Schwester stach mir eine Braunüle in die Vene, damit man mir darüber das begehrte Schlafmittel Propofol verabreichen konnte.

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Hierzu muss ich sagen, dass ich in der Vergangenheit schon drei Magenspiegelungen gemacht hatte, zwei davon ohne Betäubung. Bei der ersten lief das noch ganz okay, der Gartenschlauch wurde durch den Beißring im Mund in den Magen geschoben, ruhig durch die Nase atmen, versuchen nicht zu würgen, nach 3 bis 4 Minuten war es auch schon wieder vorbei. Nach der ersten guten Erfahrung ohne Betäubung, versuchte ich das beim nächsten mal wieder. Und das war dann eine regelrechte Würgeschlacht mit einem Arzt, der mich permanent anschrie, dass ich doch gefälligst nicht so stark würgen solle. Ich hatte große Lust nach der Behandlung selber mal mit ihm als Patient Gastroentereologe zu spielen. Dann aber bitte nicht so zimperlich, Herr Doktor.

Wegen dieser letzten negativen Erfahrung wollte ich dieses Mal lieber eine Betäubung für die Magenspiegelung, außerdem kam danach ja noch die Darmspiegelung an die Reihe, und für diese Untersuchung wurde ich erst gar nicht nach einer Betäubung gefragt. Eine Betäubung hätte ich also sowieso bekommen, dann lieber gleich zwei.

Ich lag also mit der Braunüle in der Vene im Folterraum und wartete auf den Arzt. Dabei hatte ich Gelegenheit mich kurz mit der netten Schwester zu unterhalten. Um einen kleinen Smalltalk zu starten, fragte ich sie, welches Betäubungsmittel denn verwendet werden würde. “Propofol“, sagte sie.

Propofol, Propofol, das kannte ich doch aus der Presse. Bingo, nach kurzer Überlegung fiel es mir ein, Codewort Michael Jackson.
“Das war doch das Schlafmittel, das Michael Jackson vor seinem Tod bekommen hat, oder?”, fragte ich die Schwester. “Ja richtig, es war zu lesen, dass man vermutet, dass Michael Jackson daran gestorben wäre”, meinte sie. Aha.
Dies ist so die Art von Information, auf die man in gewissen Situationen gerne verzichtet, aber sei es drum. Die Schwester merkte wohl sofort, dass ihre Anmerkung eventuell etwas unpassend war, und schob schnell nach, dass dies hier ja nicht passieren könne.
Bei Propofol könne es passieren, dass die Atmung aussetzten würde, aber dafür gäbe es ja hier Beatmungsgeräte. Bei Michael Jackson wäre das anders gewesen, anscheinend hätte sein Arzt ihn wohl nicht dauerhaft überwacht weil er vielleicht mal auf Toilette gegangen wäre, oder so.

Sie müsse aber gerade nicht aufs Klo und würde mich dauerhaft überwachen. Ich war beruhigt. Viel Zeit darüber nachzudenken hatte ich sowieso nicht, denn unser kleines Gespräch unterbrach der Onkel Doktor mit einer Spritze Propofol in der Hand. Wenn man Propofol so vor sich sieht, weiß man, warum dieses Zeug laut Presseberichten von Michael Jackson als seine Milch bezeichnet wurde. Eben deshalb, weil es weiß wie Milch ist.

Ohne Ansprache setzte der Arzt die Spritze mit Propofol an die in meiner Vene befindliche Braunüle und drückte ab. Zwincker, zwincker, 404 Site not found, 2 Sekunden später war ich im Reich der Träume.

Trotzdem merkte ich im Propofolrausch unterbewusst, dass ich ständig würgen musste, was sich irgendwie komisch anfühlte. Unmittelbar danach war ich auch schon wieder wach und fühlte mich wie der erste Eintrag einer frisch aufgesetzten Website, Hallo Welt.
Wach, schlafen, wach, Propofol ist ziemlich cool und scheint auf Knopfdruck zu funktionieren, faszinierend.

Der erste Teil der Untersuchung war also geschafft. Nun führte man mich in den Nachbarraum, es ging um die Darmspiegelung. Schuhe aus, Hose aus, Unterhose aus, hinlegen, den Zugang für das Propofol hatte ich ja noch in der Vene.

Ich sagte der neuen Darmschwester, dass ich bei der Magenspiegelung schon irgendwie gemerkt hätte, wie ich ständig würgen musste, worauf sie noch einmal 20 ml mehr Propofol in die Spritze aufzog. Das gleiche Spiel, Onkel Doktor setze die Spritze an, Zwincker, zwincker, Fail Whale, weg war ich. Diesmal so richtig, ich habe von dieser Prozedur nicht das Geringste gemerkt, besonders hierbei war mir das sehr wichtig.

Geträumt habe ich unter Propofol im Übrigen gar nichts, und ich habe auch keine Erinnerungen an sexuelle Fantasien. Solche sollen ja gelegentlich als unerwünschte Nebenwirkung auftreten. Ich hoffe sehr, dass dies bei mir nicht der Fall war, nicht während einer Darmspiegelung.

Ich weiß noch nicht mal mehr, wer mich wieder angezogen hat, ich weiß nur, dass mich eine Schwester zu einer Liege führte, auf der ich ein wenig dösen durfte.
Richtig schlafen konnte ich aber nicht, also zog ich mir die Schuhe wieder an und setze mich noch etwas wackelig ins Wartezimmer. Irgendwann bat mich der Onkel Doktor dann zur Besprechung, an die ich mich leider nur noch in Bruchstücken erinnern kann. 2 Runden Propofol hinterlassen eben ihre Wirkung.

Da man nach einer solchen Untersuchung selbstverständlich kein Auto fahren darf, und mir plötzlich wieder einfiel, dass ich ja gar kein Auto besitze, trat ich meinen Heimweg zu Fuß an, froh und stolz, diese Untersuchung hinter mich gebracht zu haben.

Das schlimmste an solchen Untersuchungen ist meist das tagelange Kopfkino, das vor einem solchen Termin dauerhaft ausverkauft ist. Nur eben ohne Popcorn.

Welche von beiden Untersuchungen angenehmer im Sinne von weniger schlimm ist, kann ich gar nicht sagen. Von der Darmspiegelung habe ich ü-b-e-r-h-a-u-p-t gar nichts mitbekommen, dafür hat man aber dieses wirklich mehr als lästige Abführmittel Handicap.
Von der Magenspiegelung habe ich unterbewusst das Würgen aufgrund des Schlauches im Rachen mitbekommen, was sicherlich an einer zu niedrigen Propofol Dosierung lag, aber dafür muss man kein Abführmittel trinken und nicht in die Toilette einziehen.

Aussuchen kann man es sich sowieso nicht. Wenn ich es müsste, würde ich beide Untersuchungen wieder machen, das ganze ist im Nachhinein weniger aufregend als anfangs gedacht. Nur Mut, der Schlauch ist dein Freund.

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1 jens [catenaccio] November 25, 2009 um 22:40

schicke geschichte, aber die frage ist nun: alles in ordnung mit dem magen und dem darm?

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2 Marius November 25, 2009 um 23:25

@jens [catenaccio]: danke der Nachfrage. Alles in Ordnung zwar nicht, aber sicherlich etwas, das man behandeln kann.

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3 Peter November 26, 2009 um 11:03

Alter Schwede, eine wahre Horrorgeschichte. Magenspiegelung soll allerdings Horror hoch drei sein.

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4 Marius November 26, 2009 um 20:45

@Peter: Es geht. Bei einem guten Arzt, der nicht dazu übergegangen ist, den jeweiligen Patienten als ein Stück Krankenkassen Chipkarte zu sehen, kann man eine Magenspiegelung recht locker auch ohne Betäubung machen. Das hat bei mir einmal erstaunlich gut funktioniert. Beim zweiten Mal leider nicht mehr. Im Zweifel also lieber schlafend.

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5 ChiliParmer Dezember 1, 2009 um 01:52

Geniale Story, gut geschrieben.
Auf Preise steht du nicht so, hätte aber einen verdient, aber ich hab sehr herzlich gelacht.
Danke.

P.S..: Ich bin für Propopholperfusor auf Langzeitflügen! Da kann man herrlich schlafen, und den Sitznachbarn wecken und bitten dir Spritze zu wechseln… Danke, Sauerstoff kommt von Oben!…

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6 Bruno Januar 2, 2010 um 20:47

Schön geschrieben, werde ich gelegentlich verlinken :-)…

Hier meine Horrorgeschichte:
http://blog.smccv.ch/crohn/colitis/darmspiegelung-eine-schlechte-erfahrung-hoffnungen-erwartungen-und-erfahrungen-aus-der-sicht-eines-crohn-oder-colitis-betroffenen/

Ich muss aber sagen, dass das eine Ausnahme war. Aber heute mit Propofol ist ja eine Darm- oder Magenspiegelung kein Problem mehr. Ausser eben die “Vorbereitung”…

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7 Sarah April 20, 2010 um 21:26

Hallo,echt klasse geschrieben oben *g*
Ich habe heute auch meine erste Magenspiegelung hinter mir. Ich klage seit c.a. 4 Wochen über starke Oberbauchschmerzen einhergehen mit starken Krämpfen,kalte Schweißausbrüche und teilweise Atemprobleme durch die starken Krämpfe. Es sollte um 11.45 Uhr losgehen.Bin dann auch aufgerufen worden,kurzes Gespräch mit dem Arzt und ab ins Behandlungzimmer… Ich habe mit Sedierung gewählt da ich mir per’tu nicht vorstellen kann so einen Schlauch bei vollem Bewusstsein zu schlucken :-/ Während der Vorbereitung (bekam diesen ekeligen Trunk) und gleich hinterher das Betäubungsspray in den Rachen gesprüht. Dabei entdeckte die Assistentin dann auch mein Zungenpiercing und sagte das muss leider raus.Was sie nicht wusste ist,das ich den morgen schon über eine Stunde vor meinem heimischen Badezimmerspiegel versucht hatte dieses (sorry) ‘Scheißding rauszubekommen.War nix zu machen! Also dacht ich das es bestimmt auch so gehen würde. Als ob das nicht alles aufregend genug wäre sagte sie dann wenn es drin bleibt dann nur ohne Sedierung. Ohh mein Gott dachte ich,niemals! Was nun?! Also versuchte ich es auf Krampf rauszubekommen.In der Zwischenzeit hatten sie einen anderen Patienten vorgezogen. Ich hab es dann Gottseidank doch noch rausbekommen,weshalb ich mir dann auch noch ein Stück Zahn rausgebrochen hatte. Ok,dann los ins andere Bahandlungszimmer!Hingelegt,gleich nen’Venenzugang verpasst bekommen und der Arzt kam und kam nicht. Ich hatte zwischendurch noch erwähnt das meine Betäubung im Rachen schon ziehmlich nachgelassen hatte und sie sagte kein Problem wenn der Arzt gleich kommt dann wird noch mal betäubt. Von wegen…. Tür ging auf,Arzt kam rein,dann bekam ich auch schon den Beißring und 50mg Propofol geschpritzt. Es ging alles so schnell,innerhalb von Sekunden wurde mir ganz schummrig und ich habe gehofft einzuschlafen,aber das tat ich nicht! Ich hörte den Arzt noch sagen,keine Angst Frau Schr… wir fangen erst an wenn sie schlafen,ha ha ha. Und dann hab ich auch schon den Schlauch geschluckt.Ich war unendlich am würgen würgen und nochmal würgen was ich im nachinein dem nicht mehr erhaltenen Betäubungsmittel zuschreibe! Wissen tu ich es natürlich nicht genau… :-/ Die Schwester sagte immer nur zu mir Atmen sie ganz ruhig! Ruhig Atmen! Ich weiß garnicht ob ich überhaupt geatmet habe da ich ja nur am würgen war hehe.Ich habe die ganze Zeit einen unheimlichen Druck im Hals und im Magen verspürt,es hat aber NICHT wehgetan. Nichts von dem hat wehgetan bis auf den Venenzugang den sie mir gelegt haben. Es war halt alles sehr unangenehm und ich hatte einfach nur gehofft einschlafen,aufwachen,fertig. Leider ist es anders gewesen.Na ja die Untersuchung hat keine 5 min gedauert,für mich sogar gefühlte 2min. Als er dann fertig war war ich vollgespuckt mit Schleim den mir einer der Schwestern noch abwischte.Bin dann auch gleich hoch und in den Aufwachraum gewatschelt,langsam einen Fuß vor dem anderen.Auf dem Weg zum Aufwachraum fragte die Schwester mich noch ob ich dann wirklich alles so mitbekommen habe,ich antwortete mit einem lauten JA. :-( Dann sagte sie noch zu mir das ich dann wohl einiges an Medikamenten in dem Sinne das Propofol wegstecken kann. Toll dachte ich,das weiß ich jetzt auch. Sollte es nochmal zu einer Gatsro kommen dann bitte ich doch drum das ich dann auch eine Dosis bekomme die mich wirklich umhaut :-) Im Großen und ganzen wollte ich allen denen so eine Gastroendoskopie bevor steht und die genau so wie ich vorher auf so einer Seite landen (weil ja das bekanntliche Kopfkino doch nicht so einfach zu vermeiden ist) NUR MUT ZUSPRECHEN! Kein Mensch ist gleich und jeder erlebt es anders ob mit oder ohne Sedierung. Wenn man es dann mitbekommt so wie ich UNGEWOLLT hehe ist es einfach nur total unangenehm aber auch genau so schnell vorbei :-) Und ich war eine virtelstunde danach wirklich wieder top fit!
Also Leute,nur Mut!

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8 hollister Februar 15, 2011 um 21:45

MARIUS – Du bist ein Schoßkind des Glücks. Allein aufgrund der Tatsache, dass Dein Umgang mit der deutschen Sprache anerkennswert ist. Aber etwas Übung bedarf es denn noch.
Doch zum Thema. Mir wurde als stationärem Patienten in einem Krankenhaus eine
Magenspiegelung verordnet. Ich habe es abgelehnt! In meinen Magen lasse ich nur lecker Essen und köstlich’ Bier.
Einige Monate später war ich wieder Patient in besagtem Krankenhaus. Erneut wurde mir eine Magenspiegelung verordnet. Und als Zuckerstückchen auch noch eine Darmspiegelung. Beides hätte ich ablehnen können. Habe ich aber nicht.
Es war der Vortag der Rückverlegung eines AP. Würde ich Magen-/Darmspiegelung verweigert haben, hätte man mich mit dem Beutel am Bauch entlassen.
Ich war nicht allein. Im Zimmer war noch einer, dem eine Darmspiegelung bevorstand.
Wir haben beide dieses fürchterliche Zeugs trinken müssen, und wir haben beide unsere Zeiten auf dem Klo zugebracht.
Mein Nachbar wurde als erster geholt. Und er kam alsbald zurück. Er war nicht ansprechbar, war offensichtlich deutlich sediert. Er hat dann auch längere Zeit geschlafen.
Und dann haben sie mich geholt. Es gab eine Spritze Propofol …. aber nichts. Ich blieb hellwach. Es gab eine zweite Portion Propofol …. dito. Keine Reaktion. Dann gab es noch eine dritte Spritze Propofol (die Assistentin: Was?? .. noch eine?) Und dann hat sich die Ärztin nicht vorstellen können, dass ich noch bei vollem Bewusstsein war. Die Magenspiegelung war pille palle. Na ja – ein wenig würgen … Aber die Darmspiegelung ohne Betäubung rangiert dann unter Körperverletzung. Trotz drei Injektionen Propofol war ich bei vollem Bewußtsein. Und ich habe an den richtigen Stellen vor höllischen Schmerzen geschrieen. Man kann es sich so vorstellen: Denke Dir den Bauch weg. Dann prügelt jemand auf die nackt darliegenden Gedärme ein.
Die Ärztin, die mir das angetan hat, sei verflucht.
Anschließend kam ich zurück auf die Station. Mein Zimmernachbar schlief immer noch tief und fest. Ich habe trotz drei Injektionen Propofol kein Auge zu gemacht.
Wie im Krankenhaus üblich habe ich erst gegen 23 Uhr – nach einer Pille von der Nachtschwester – den erhofften Schlaf gefunden.

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9 Marius Februar 16, 2011 um 10:27

Besten Dank. Auch für deine Geschichte.

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10 Toftoplerpatt April 14, 2011 um 05:50

Strange this post is totally unrelated to what I was searching goggle for, but it was listed on the first page. I guess your doing something right if Google likes you enough to put you on the first page of a non related search.

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11 Andriko September 14, 2011 um 01:49

Geil geschrieben Martus, ich hab mich grad echt weggeschmissen vor Lachen.

Ich habe heute auch eine Darmspiegelun(Koloskopie), hinter mich gebracht, allerdings ohne Narkose.
Frei nach dem Motto, “Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser”:
Hierbei ließ ich mich auch von den beiden hübeschen, den Arzt begleitenden Schwestern nicht abbringen.
Generell würde ich jedem anderen mit höherem Verdrängungspotenzial zu einer Betäubung raten.
Sollte ich noch einmal in diesen Genuss kommen, werde ich es wieder ohne Betäubung machen, allerdings habe ich auch vor kurzem von Menschen gehört die sich nur von Licht ernähren.
Eine mögliche tiefere Auseinandersetzung mit diesem Thema kann ich für die Zukunft nicht ausschließen.

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12 Giules September 18, 2011 um 15:52

Hallo Marius,

vielen vielen Dank für deinen Bericht. Er macht mir sehr viel Mut, da ich morgen auch zur großen Tauchfahrt muss.

Ach ja, ich hab auch Moviprep getrunken, ich Rands jetzt nicht sooo schlimm. Schmeckt irgendwie wie ein schlechter Energydrink…

Danke nochmal, hab jetzt echt weniger Angst als heute früh und wie in den letzten Tagen!

Gruß Giules

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