Die beiden großen Stadtmagazine über Frankfurt am Main werden aus meiner Sicht immer langweiliger und lohnen sich kaum noch zu lesen. Kommerz steht dort im Vordergrund, ansprechend persönlich gefärbte Ansichten und Meinungen treten in den Hintergrund. Cool sind diese Papierhefte schon lange nicht mehr.
Lediglich das Journal Frankfurt betreibt mit seinen neu gestalteten Seiten ein nennenswertes Internet Portal, auf dem regelmäßig Inhalte veröffentlicht werden.
Das bisher einzige große lesenswerte Blog über Frankfurt am Main, das Pflasterstrand Blog (betrieben von Journal Frankfurt), hat seine Pforten geschlossen und hinterlässt eine große digitale Lücke.
Schön wäre es also, wenn es ein neues Blog über Frankfurt am Main geben würde, gerne auch als Blog im Magazin Format, das von mehreren Autoren betrieben und im klassischen Stil eines Blogs aus persönlicher Sicht, aus und über die Stadt berichten würde.
Frankfurt ist relativ klein, überschaubar und meistens wenig spektakulär. Trotzdem gibt es viele kleine erzählenswerte Neuigkeiten, Informationen, Begebenheiten und Geschichten über die Stadt, die so gerne Weltstadt wäre. Wer mit offenen Augen durch die Straßen zieht, hat meistens etwas zu erzählen.
Aus diesem Grund habe ich mir mal einige Gedanken darüber gemacht, wie so ein neues Blog oder auch Magazin aussehen könnte, und mit welchem Konzept man ein solches Blog Magazin betreiben könnte. Dabei geht es sowohl um mögliche Inhalte, als auch um die notwendige Finanzierung. Wohlgemerkt spreche ich hierbei nicht über ein Blog, das nur einmal wöchentlich einen Artikel veröffentlicht.
Das folgende Grobkonzept ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber es ist ein Anfang. Außerdem ist dieses Grobkonzept kein statisches Dokument, sondern unterliegt einer natürlichen Dynamik und müsste, um aktuell zu bleiben, regelmäßig angepasst werden. Dieses Grobkonzept ist am besten als eine Art Brainstorming zu verstehen.
Ob es Menschen gibt, die ein solches Konzept jemals umsetzen werden? Keine Ahnung.
Wer diese Menschen sein könnten? Ich weiß es nicht.
Grobkonzept für ein Blog Magazin für Frankfurt am Main
1 Einleitung
Dieses Dokument ist eine Konzeption für ein Blog Magazin für und über Themen rund um die Stadt Frankfurt am Main.
1.1 Ziel
Ziel ist es, einen Internetauftritt in Form eines Blog Magazins zu erstellen, welcher über verschiedene Themen aus der Stadt Frankfurt am Main, wie Kultur, Nightlife, Party, Szene, Ausgehtipps, Kunst, Restaurants, Ausstellungen, Frankfurter Persönlichkeiten und Macher, Konzerte, Bands, Musiker, Kneipen, Clubs, Theater, Kommunalpolitik, Bilder, Netz, Kolumne, Klatsch und Tratsch, Film, Gastronomie, Läden, Geschäfte, Sport, usw. aus persönlichen Betrachtungsweisen heraus informiert.
Dieses Blog Magazin soll sich im Internet zu oben genannten Themen an vorderer Stelle positionieren und durch regelmäßige Veröffentlichung in Form von Text, Bilder, Audio- und Videoelementen längerfristig über 2000 Besucher täglich erreichen. Dieses Blog Magazin soll sich längerfristig über Werbung und Sponsoring finanzieren.
2 Marktanalyse
2.1 Frankfurt in der Suchmaschine Google
Bei Google gibt es monatlich ca. 13.600.000 globale Suchanfragen nach dem Begriff Frankfurt (bei geringem Wettbewerb). Grundsätzlich besteht im Internet ein hoher Informationsbedarf um Themen rund um die Stadt Frankfurt am Main. Dies gilt auch für kombinierte Suchanfragen, wie zum Beispiel Frankfurt + Hotel, Frankfurt + Restaurant, usw.

2.2 Relevante Webangebote über Frankfurt
Sucht man nach dem Überbegriff “Frankfurt”, findet man zunächst die Treffer der Stadt Frankfurt, den Frankfurter Flughafen, den Wikipedia Artikel über Frankfurt, Eintracht Frankfurt, Tourismus Informationen der Stadt Frankfurt, die Uni Frankfurt, die Börse, usw. Auf der zweiten Trefferseite folgen dann redaktionelle Angebote wie zum Beispiel die Frankfurter Rundschau Online und die FAZ.
Dies sind Web Schwergewichte, die man von ihren Spitzenplätzen im Google Ranking nicht verdrängen kann und nicht verdrängen muss.
Vielmehr lohnt es sich, die lokalen redaktionellen Angebote zu betrachten, da diese in direkter Konkurrenz zu einem solchen Blog Magazin über Frankfurt stehen würden. Als direktes Konkurrenz Angebot erscheint hier an erster Stelle das Journal Frankfurt, dass seinem Stadtportal erst kürzlich einem Facelift unterzogen hat.
2.3 Chancen
Vielmehr als die einfache Suche nach dem Begriff “Frankfurt”, sind für ein Blog Magazin die kombinierten Suchbegriffe interessanter.
Bei der Suche nach “Frankfurt Restaurant” zum Beispiel, findet man neben den üblichen Verdächtigen auf der ersten Trefferseite bereits die Homepage eines Restaurants und auf der zweiten Trefferseite hauptsächlich Restaurants. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass man bei geschicktem Umgang mit Keywords innerhalb eines Artikels über Frankfurter Restaurants, einen relativ guten Platz in den Suchergebnissen erreichen könnte.
Ähnlich sieht es bei Begriffen wie “Frankfurt Bars” oder “Frankfurt Kneipen” aus.
Bei solchen “Nischenthemen” zum Oberbegriff Frankfurt wie Frankfurt – Kultur, Nightlife, Party, Szene, Kunst, Restaurant, Ausstellung, Konzert, Kneipe, Club, Theater, Kommunalpolitik, Bilder, Netz, Kolumne, Bands, Künstler, Musik, Klatsch, Kino, Gastronomie, Läden, Geschäfte, Sport, usw. ist es möglich, vordere Positionen in den Suchmaschinen einzunehmen und somit Besucherströme auf die Seite des geplanten Blog Magazins zu leiten.
Durch hochwertige Inhalte spricht man darüber hinaus eine solide und wiederkehrende Stammleserschaft und Community an.
Im Vergleich zu der Einwohnerzahl von Frankfurt, gibt es erstaunlich wenige Blogs zum Thema Frankfurt. Die Blogsuchmaschine Blogoscoop listet für Frankfurt derzeit 109 Blogs auf, viele davon nicht regelmäßig gepflegt und keines davon mit ähnlicher redaktioneller Ausrichtung, wie das hier geplante Blog Magazin.
Die Chancen sich mit dem geplanten Angebot längerfristig sehr gut und einträglich zu positionieren sind hervorragend.
2.4 Warum sollte es ein Blog über Frankfurt geben?
Journalismus, sowie die Suche nach Informationen verlagert sich immer weiter in Richtung Internet. Die beiden großen Print Stadtmagazine Journal Frankfurt und Prinz Frankfurt sind zwar auflagenstarke Stadtmagazine, können sich bisher allerdings nicht im Internet analog zu ihren Printpublikationen positionieren.
Ein erst seit kurzer Zeit erkennbarer neuer Trend im Internet sind lokale Angebote. Hier wird sich in nächster Zeit noch sehr viel bewegen.
Durch Social Media sind darüber hinaus persönliche Erfahrungen und Empfehlungen wichtiger, als großredaktionelle Inhalte.
2.5 Warum das Medium Blog
Blogs sind die idealen Werkzeuge um im Internet Inhalte zu veröffentlichen und Traffic zu generieren. Suchmaschinen lieben Blogs. Die Chance mit einem Blog ein Experte und eine anerkannte Anlaufstelle auf dem jeweiligen Fachgebiet zu werden sind sehr hoch.
Ein Blog ist mehr als Publikation, ein Blog ist Kommunikation. Ein Blog ist ein individuelles Medium und kann somit aus einer völlig anderen, einer persönlichen Perspektive seine Leser ansprechen. Dies ist wichtig um Vertrauen aufzubauen.
Blogs laden seine Leser zur Kommunikation ein, da alle Artikel kommentiert und ergänzt werden können. Auf Blogs finden Gespräche statt, man kann sich austauschen.
Blogs sind sehr schnelle Medien. Sofern in den Suchmaschinen gut vertreten, werden aktuelle Artikel im Idealfall bereits wenige Minuten nach Veröffentlichung im Index der Suchmaschinen (Google) erfasst.
Blogs sind durch ihre Architektur (Kommentare, Trackbacks, Blogroll, Permalinks) in der Regel gut vernetzt, was zum einen den wichtigen Aufbau eines Netzwerkes fördert, und zum anderen für Kommunikation und Traffic sorgt.
Leser können Blogs per RSS Feed abonnieren und bekommen somit die neusten Artikel kostenlos auf ihre Endgeräte geliefert.
Mit Blogs können RSS Feeds auch für einzelne Kategorien erstellt werden. Somit könnten interessierte Leser zum Beispiel ausschließlich die Kategorie “Veranstaltungstipps” abonnieren, um sich an alle verfügbaren Endgeräte die entsprechenden Artikel mit den Veranstaltungstipps liefern zu lassen.
Blogs gelten als wichtiges Werkzeug für Netzkultur. Blogs sind modern, schnell und “in”. Immer noch.
2.6 Analyse der Zielgruppe
Mit einem solchen Blog Magazin über Frankfurt sollen alle Personen erreicht werden, die Interesse an Themen aus Frankfurt wie Kultur, Nightlife, Party, Szene, Ausgehtipps, Kunst, Restaurants, Ausstellungen, Frankfurter Persönlichkeiten und Macher, Konzerte, Kneipen, Clubs, Musik, Bands, Künstler, Theater, Kommunalpolitik, Bilder, Netz, Kolumne, Klatsch und Tratsch, Kino, Gastronomie, Läden, Geschäfte, Sport, usw. haben.
Dies können Einwohner, wie auch Besucher und Touristen sein.
Das Alter der Zielgruppe liegt bei ca. 16 – 80 Jahren und ist somit sehr breit gefächert.
2.7 Wettbewerber und Konkurrenten
Wettbewerber sind ausdrücklich keine Blogs, sondern viel eher die redaktionellen Angebote der Stadtmagazine. Da dies aber nur weniger gut betreute Ableger der Printmedien sind, kann man bei diesen Angeboten höchstens von einer sehr schwachen Konkurrenz sprechen. Die Anzahl der Konkurrenten hält sich darüber hinaus in kleinem Rahmen.
3 Internet Auftritt
3.1 Plattform
Das Blog Magazin soll mit der freien Software WordPress aufgebaut werden. WordPress ist eine Blog Software, mit welcher man auch komplexe Magazin Strukturen abbilden kann. WordPress bringt alle benötigten Funktionen bereits mit und kann darüber hinaus mit freien Erweiterungen auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. WordPress wird permanent weiter entwickelt und ist weltweit stark verbreitet und anerkannt.
Wordpress ist leicht zu administrieren. Für die Installation, Pflege und Wartung dieser Software sind keine externen Dienstleister erforderlich. Dementsprechend entfallen an dieser Stelle Kosten für externe Dienstleister.
3.2 Webspace
Zum Start und zum Aufbau des Blog Magazin ist ein Shared Hosting Paket eines Standard Hosters und Providers ausreichend. Solche Pakete werden derzeit schon für ca. 10 Euro monatlich angeboten
3.3 Design
Für ein Blog Magazin mit dem Thema Frankfurt empfiehlt sich ein so genanntes “Magazin Theme” für WordPress. Ein Theme ist bei WordPress das Template, welches für das Layout der Seiten verantwortlich ist, und von den Core Funktionen der eigentlichen Software getrennt ist.
Es sollte darauf geachtet werden, ein professionell programmiertes Theme inklusive Support zu erwerben.
Kosten für ein solches Theme liegen, je nach gewähltem Theme, bei ca. 70 – 100 Euro als einmalige Anschaffung.
Damit ein solches Theme den Ansprüchen an das Projekt gerecht wird und sowohl vom Layout als auch von den im Frontend zur Verfügung gestellten Funktionen zum Projekt passt, muss das Theme individuell angepasst und mit weiteren Funktionen ausgestattet werden. Diese Arbeiten können vom technischen Administrator des Blog Magazins übernommen werden.
Ja nach gewünschtem Design kann es notwendig werden, einen Designer für individuelle Anpassungen des Themes zu engagieren.
3.4 Administration
Für den Betrieb und die Pflege eines solchen WordPress Systems auf einem Webserver fallen wichtige, wiederkehrende administrative Arbeiten an, die zuverlässig erledigt werden müssen. Diese Arbeiten wären im Wesentlichen:
1. Updates der Systemsoftware WordPress
2. Update der installierten Erweiterungen (Plugins)
3. Update des installieren Themes
4. Regelmäßige Datensicherung der Datenbank
5. Regelmäßige Datensicherung der Dateien
6. Erweiterung von Funktionen durch Plugins
7. Überwachen und moderieren von Kommentaren
Diese Arbeiten können von den Betreibern des Blogs eigenständig übernommen werden. Kosten fallen hierbei nicht an.
3.5 Newsletter
Von Beginn an sollte ein professionelles Newslettersystem innerhalb des Blog Magazins an prominenter Stelle implementiert werden. Der Aufbau einer Mailingliste nimmt eine zentrale Stelle in der Webstrategie ein.
Über regelmäßig zu versendende Newsletter können unterschiedliche Funktionen abgedeckt werden, wie zum Beispiel Erinnerungen, Veranstaltungstipps, wichtige Meldungen, Versand neuster Artikel, Empfehlungen, usw. Auch ist eine Mailingliste die Grundlage einer folgenden Vermarktung.
3.6 Geplante Inhaltselemente
Inhalte des geplanten Blog Magazins orientieren sich an Artikeln über Kultur, Nightlife, Party, Szene, Ausgehtipps, Kunst, Restaurants, Ausstellungen, Frankfurter Persönlichkeiten und Macher, Konzerte, Kneipen, Clubs, Musik, Bands, Künstler, Einwohner, Theater, Kommunalpolitik, Bilder, Netz, Kolumne, Klatsch und Tratsch, Kino, Gastronomie, Läden, Geschäfte, Sport, usw.
Folgende Inhaltselemente sind dabei geplant und können jederzeit geändert und erweitert werden:
3.6.1 Vorstellung von Lokalitäten
Ein besonderes Augenmerk sollte in der Vorstellung von Lokalitäten wie Restaurants, Bars und Geschäften liegen. Hier sollen nur solche Lokalitäten vorgestellt werden, die der Redaktion aus verschiedenen Gründen gefallen. Solche Lokalitäten sind als Geheimtipps und/oder persönliche Empfehlungen zu sehen.
Eine solche Vorstellung beinhaltet jeweils einen Text, Metaangaben wie Adresse und Kontaktmöglichkeiten sowie Bilder.
Persönliche Empfehlungen bauen gegenüber den Lesern ein Vertrauensverhältnis auf, authentische Texte sind wichtig.
3.6.2 Allgemeine Veranstaltungstipps
Einmal pro Woche sollten aktuelle Veranstaltungstipps veröffentlicht werden. Hierbei geht es weniger um die regelmäßig stattfindenden Clubveranstaltungen, sondern vielmehr um weniger bekannte Partyveranstaltungen.
Besondere Veranstaltungstipps wie Konzerte, Lesungen, etc. können aber auch jederzeit spontan und außer der Reihe veröffentlicht werden. Möchte man einen aktuellen und umfassenden Veranstaltungskalender anbieten, würde es sich anbieten, in Kooperation, auf bereits schon bestehende Datenbestände zurückzugreifen.
3.6.3 Geschichten
Persönliche Erlebnisse und Geschichten vom Puls der Stadt.
3.6.4 Musik
Wenn Künstler in der Stadt gastieren, können Portraits, Playlisten, Videos und Interviews veröffentlicht werden.
Ein besonderes Augenmerk sollte auf lokale Künstler und Bands gelegt werden. Interviews, Podcasts, Besuche im Proberaum, Videos, hier sind viele verschiedene Inhaltstypen denkbar.
3.6.5 Reviews
Reviews von Konzerten oder anderen Veranstaltungen aus der Stadt.
3.6.6 Bewohner der Stadt
Streetshots, Portraits und Interviews von interessanten Frankfurtern und Frankfurterinnen.
3.6.7 Zu Gast bei
Homereportagen von Frankfurtern und Frankfurterinnen. Wer wohnt wie. Mit Bildern.
3.6.8 Mode
Modemacher und Frankfurter Mode im Portrait.
3.6.9Glossen
Artikel im Stil einer Glosse oder eines Kommentars zu verschiedenen Themen rund um Frankfurt am Main.
3.6.10 Neuigkeiten und Hinweise
Wissens- und lesenswertes rund um Frankfurt.
3.6.11 Linktipps
Interessante Links zu anderen Artikeln aus Blogs, Magazinen und Zeitschriften mit dem Thema Frankfurt.
3.6.12 Bilder
Bilder und Fotos sollen im Idealfall Bestandteile eines jeden Artikels werden. Aber auch einzelne Bilderartikel, entweder mit selbst aufgenommen, oder per Flickr über eine passende CC (Creative Commons) Lizenz zur Verfügung gestellten Bildern, sind jederzeit empfehlenswert.
3.6.13 Videos
Webvideos zum Thema Frankfurt finden sich zur freien Verfügung schon bei diversen Videoportalen wie zum Beispiel YouTube. Solche Videos lassen sich jederzeit einfach in einen Artikel einbinden.
Auch eigene Videos zu bestimmten Themen sollten erstellt und veröffentlicht werden.
3.6.14 Audio Podcasts
Audiopodcasts sind hervorragend geeignet um Personen und Macher aus Frankfurt in Interviews vorzustellen. Audio Podcasts sind technisch einfach zu erstellen, aber zeitaufwendig in der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbearbeitung. Audio Podcasts sollten im Idealfall regelmäßiger Bestandteil des Blog Magazins sein, da sie eine erfrischende Abwechslung zu reinen Textbeiträgen liefern.
Zudem können Abonnenten Audiopodcasts überall und zu jeder Zeit auf ihren mobilen Endgeräten (MP3 Player, Handy, etc.) konsumieren.
3.6.15 Video Podcasts
Auch selber erstellte Video Podcasts sind denkbar, jedoch relativ aufwendig zu erstellen. Denkbar wären aber leicht zu erstellende Smartphone Videos.
3.6.16 Kategorien
In folgende inhaltliche Kategorien, die auch jeweils über eine eigenen URL abgebildet werden, und welche per RSS Feed aboniert werden können, könnte sich ein Frankfurt Blog Magazin aufteilen: Orte, Menschen, Termine, Politik, Musik, Kunst, Kultur. Überschneidungen sind jederzeit möglich.
4 Vermarktung
4.1 Traffic generieren
Die Grundlage eines jeden erfolgreichen Webangebotes ist es, Traffic, sprich Besucherströme auf das Angebot zu lenken. Ohne ausreichend Traffic ist ein Internetangebot wertlos im Sinne von nicht geeignet um Einnahmen zur Finanzierung zu generieren.
Um den Bekanntheitsgrad eines Blog Magazins zu steigern, und somit Traffic zu generieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Im Wesentlichen sind hierbei die folgenden zu nennen:
4.2 Werbung in Zeitschriften
Werbung für Internet Angebote per Zeitschrift sind meistens nicht Zielführend. Eventuell könnte man zu Beginn einzelne kostenlose oder günstige Kleinanzeigen in einigen Frankfurter Publikationen schalten.
4.3 Flyer
Flyer mit dem Logo, einer kurzen Beschreibung (Slogan) und der URL können in Kneipen und Clubs ausgelegt werden.
4.4 Aufkleber
Aufkleber mit dem Logo, einem kurzen Slogan und der URL können in Keipen, Cafes und Clubs ausgelegt werden, sowie an verschiedene, dafür geeignete Wände, öffentliche Toiletten, und Laternen angebracht werden.
4.5 Werbung im Internet
Werbung im Internet ist unbedingt zu empfehlen. Besonders Google Adwords und Facebook sollten hier intensiv genutzt werden.
Per Google Adwords kann kontextbezogene Werbung, auch auf den Google Suchseiten, geschaltet werden.
Mit Facebook kann man sehr gezielt nur Menschen einer bestimmten Zielgruppe aus Frankfurt erreichen.
4.6 Bannerwerbung
Auch Bannerwerbung auf anderen Internetangeboten über Frankfurt kann eingesetzt werden. Häufig bekommt man Bannerwerbung auf Blogs schon für geringe Werbepauschalen.
4.7 Indirekte Werbung in Blogs und Foren
Indirekte Werbung erreicht man durch das Kommentieren mit der Angabe der zu bewerbenden URL in Blogs und Foren. Kommentare sollten aber zum Thema passen und nicht in erster Linie zu Werbezwecken geschrieben werden.
4.8 Möglichkeiten um Einnahmen zu generieren
Marke aufbauen, Besucher binden, Traffic vermarkten.
Einnahmen im Internet lassen sich nur dann generieren, wenn ausreichend Traffic auf der Webpräsenz zu verzeichnen ist. Durch hochwertige Inhalte und eine gute Vernetzung kann Traffic generiert werden.
4.9 Google Adsense
Google Adsense ist automatische, kontextbezogene Werbung. Die Verdienstmöglichkeiten hängen sehr stark von gewählten Themengebiet und dem Wert der jeweiligen Werbung ab.
4.10 Affiliate Werbung
Mit Affiliate Werbung kann man über Partnerprogramme Einkommen generieren. Hierbei wird nur dann Geld verdient, wenn der Kunde auf ein Banner oder Link klickt und, je nach System, eine Aktion ausführt (Produkt kaufen, Anmelden, Abo abschließen). Amazon ist ein Beispiel für Affiliate Werbung, wobei Amazon hierbei ca. 3 – 5 Prozent des Kaufpreises an Provision für den Vermittler ausbezahlt.
Je nach verfügbaren Partnerprogrammen und erstellen Inhalten, kann es sinnvoll sein Affiliate Werbung einzubauen. Zum Beispiel als Werbung für ein Hotel in einem Artikel über ein Hotel in Frankfurt.
4.11 Direktvermarktung
Bei Direktvermarktung tritt man persönlich an potentielle Werbekunden heran, und verkauft ihnen verfügbare Werbeplätze innerhalb der Internetpräsenz. Da hierbei keine Zwischenhändler tätig werden, ist dies die einträglichste Form der Werbung.
Besonders für ein Blog Magazin über Frankfurt am Main, scheint diese Form der Vermarktung die geeignetste zu sein, da lokal ansässige Firmen mit ihren Marken und Produkten so am besten ihre Zielgruppe erreichen. Ausreichend Traffic vorausgesetzt.
Bei Direktmarketing wird der Preis nicht per Klick, sondern pauschal für einen bestimmten Zeitraum (mindestens einen Monat) festgelegt.
4.12 Sponsoring
Sponsoring ist eine geeignete Möglichkeit, ein solches Projekt zu finanzieren. Möglich wäre hier das Sponsoring einer in Frankfurt ansässigen Zeitung, Brauerei oder einer Bank. Auch mehrere Sponsoren wären denkbar. Firmen nutzen solche Projekte gerne zur Imagepflege.
Es ist denkbar, dass bereits wenige Sponsoren die kompletten Kosten eines solchen Projekts übernehmen. Voraussetzung hierbei ist eine längerfristige Partnerschaft.
4.13 Review Me
Interessante Läden und Lokalitäten wie Cafes und Kneipen könnten exklusiv gegen eine einmalige Gebühr ansprechend auf extra dafür vorgesehen und entsprechend markierten Seiten präsentiert werden.
4.14 Werbung im RSS Feed
Innerhalb des RSS Feed kann ebenso Werbung platziert werden, wie auf der eigentlichen Website. Die Einnahmen aus dieser Quelle sind aber meist gering.
5 Betriebskosten
5.1 Betriebskosten Technik
Die Betriebskosten für eine solche Internetpräsenz hängen sehr stark von dem anfallenden Besucherstrom ab. Hier werden die Fälle “500 – 1000″ und über 1000 grob betrachtet.
5.2 Webhosting
Für 500 bis maximal 1000 (eher weniger) Besucher täglich reicht in der Regel ein Shared Hosting Webspace. Kosten hierfür fallen in Höhe von ca. 10 Euro monatlich an.
Je nach Entwicklung der Besucherzahlen muss man mit einem solchen Projekt im Laufe der Zeit (ab ca. 800 bis 1000 Besuchern im Monat) auf einen dedizierten Server wechseln, welcher dann je nach Anbieter und Leistung Kosten von ca. 100 Euro (je nach Anbieter und Leistung auch höher) im Monat verursachen würde. Bei ernsthaftem Interesse ein solches Webangebot umzusetzen, wäre es sinnvoll, so schnell wie möglich auf einen dedizierten Server zu wechseln.
5.3 Newslettersystem
Auch die Kosten für ein Newslettersystem hängen von den eingetragenen Abonnenten ab.
Als Beispiel bezahlt man bei dem Dienst Mailchimp bei 500 – 2500 eingetragenen Abonnenten 30 Dollar im Monat. Beim amerikanischen Branchenführer Aweber kosten 500 – 2500 Abonnenten 29 Dollar.
Unter 500 Abonnenten bietet der Dienst “Mailchimp” kostenlosen Mailversand an.
5.4 Betriebskosten Manpower
Für den Regelbetrieb mit einer bereits vorhandenen großen Leserschaft muss mindestens eine Person als Redakteur, technischer Betreuer und Vermarkter für ein solches Magazin als Fulltime Kraft eingesetzt werden. Eine weitere Person, die sich ausschließlich um Inhalte kümmert, sollte ebenfalls Fulltime für ein solches Projekt arbeiten.
5.5 Freie Mitarbeit
Mehrere freie Mitarbeiter sind notwendig, um regelmäßig für hochwertige Inhalte in Form von Texten, Bilder, Videos oder Audios zu sorgen.
6 Strategien für den Betrieb
6.1 Pillar Artikel
Pillar Artikel sind häufig zeitlose Artikel mit wertvollem Inhalt. Die Vorstellung von Lokalitäten kann zum Beispiel ein solcher Pillar Artikel sein. Es ist notwendig solche Pillar Artikel in regelmäßigen Abständen zu veröffentlichen um dauerhaft Besucherströme durch Google zu generieren.
6.2 SEO
Das Blog Magazin an sich und alle dort veröffentlichten Artikel müssen einige SEO Richtlinien beachten. Wichtig sind Title Tags, Descriptions, korrekt formatierte Überschriften und Meta Tags. Außerdem sind relevante Keywords strategisch günstig im Text zu platzieren. Auch Bilder Tags sollten korrekt sein.
6.3 Werbung
Werbung auf Facebook und mittels Google Adwords sollte anfänglich in regelmäßigen Abständen geschaltet werden.
6.4 Foren
Eine Strategie um mehr Bekanntheit zu erlangen ist es auch, sich in themenrelevanten Foren zu beteiligen und per Signatur auf das eigene Internetangebot hinzuweisen.
6.5 Mails
Jede Mail sollte in der Signatur die URL des Internetangebotes enthalten.
6.6 Kommentare hinterlassen
Es ist sehr wichtig in anderen Blogs interessante Kommentare zu hinterlassen, während dabei jedes Mal die eigene URL veröffentlicht wird.
6.7 Kommentare moderieren
Kommentare im eigenen Blog sollten unbedingt moderiert werden. Fragen sollen kompetent beantwortet werden und für Hinweise sollte man sich bedanken. Der Dialog mit den Lesern ist sehr wichtig.
6.8 Social Media
Alle bekannten Social Media Kanäle sind neben dem Blog automatisiert zu befüllen. Jeder Art der Vernetzung sollte genutzt werden. Beteiligung bei Twitter, Facebook, usw, sind selbstverständlich.
6.9 Veranstaltungen
Denkbar ist es auch, Veranstaltungen zu organisieren. Dies könnten Blog Lesungen, Twitter Lesungen, Konzerte, Foto Ausstellungen oder auch Stammtische sein.
6.10 Einladungen zu Diskussionen
In gewissen Artikeln kann man bestimmte Punkte zur Diskussion stellen und die Leser zur Diskussion einladen.
6.11 Umfragen
Es sollten regelmäßige Umfragen mithilfe eines Umfragetools in das Blog eingebunden werden. Dies spornt Besucher zum Mitmachen an und bringt neue Leser auf die Seiten. Ist eine Umfrage abgeschlossen, kann darüber ein Artikel geschrieben werden.
7 Mögliche Probleme
7.1 Nicht genügend Besucher
Durch die örtlich gebundene Ausrichtung des geplanten Blog Magazins kann es sein, dass nicht genügend aktive Besucher dieses Angebot nutzen.
7.2 Nicht genügend Traffic
Sollte durch die Suchmaschinen nicht genügend Traffic auf der geplanten Seite generiert werden, wird eine Vermarktung des Angebotes schwierig.
Sicherlich ist es nicht einfach, ein solches Konzept umzusetzen. Aber unmöglich ist es auch nicht. Für ein solches Projekt braucht man unbedingt mehrere engagierte Blogger, die anfänglich einen Großteil ihrer Zeit in das Projekt investieren. Im späteren Verlauf kann ein solches Projekt nur noch als Fulltime Job betrieben werden.
Aber das hier ist auch nicht mehr als eine grobe Idee. Eine Art Idealvorstellung eines solchen Projekts, das als direkten Gegenpol etablierter Stadtmagazine zu verstehen ist, die sich mangels Konkurrenz leider nur noch sehr behäbig bewegen.
Das größte Problem solcher Vorhaben ist immer die Finanzierung. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Sponsoren finden, die ein solches Projekt mitfinanzieren würden.
Klar ist nur eins. Alleine und mal eben so nebenbei, ist so etwas nicht zu realisieren. Wer Lust hat mit mir darüber zu sprechen, darf mich gerne kontaktieren. Verbesserungen und Ergänzungen sind auch immer sehr gerne willkommen.

Das würde vermutlich auch schon als semiprofessionelles Gemeinschaftsblog funktionieren,ohne dass man da groß Geld in die Hand nehmen muss. Solange man das nicht einfach mal nebenbei, sondern mit dem nötigen Engagement betreibt und die nötige Ausdauer mitbringt.Wirklich erstaunlich, dass das Journal Portal hier in Frankfurt so konkurrenzlos ist, in anderen Städten ist der Markt für lokale Infos viel stärker umkämpft
@Enk: Ja, das finde ich auch erstaunlich. Und genau das merkt man auch an deren Qualität, wie ich finde. Ohne Konkurrenz kann man sich mal gepflegt zurücklehnen und sich selber ganz toll finden.
Für dieses Konzept muss man selber erst mal nicht viel Geld in die Hand nehmen. Aber man braucht wirklich engagierte Leute und die entsprechende Zeit. Über kurz oder lang funktioniert das nur als Fulltime Job. Deshalb auch die Gedanken um die Finanzierung.
Aber das wäre dann ja nicht das erste Blog, dass mehrere Menschen ernährt.
Ich glaube, dass besonders der lokale Markt im Internet zukünftig viel mehr gefragt sein wird, als das jetzt noch der Fall ist.
Wow! Auf jeden Fall eine gute Initiative.
Hallo,
das ist doch mal eine tolle Idee + fundierte Analyse.
In den aktuellen Medien heißt es tatsächlich immer wieder, dass einerseits online – klar-, aber auch Lokaljournalismus auf dem Vormarsch sind – es ist also Zeit, in diese Richtung zu gehen. Ich bin seit über drei Jahren freier Journalist für verschiedene nicht-Frankfurter Redaktionen und mache mich aktuell bei einem Projekt auch ein wenig in Richtung online-redaktionelles Arbeiten fit (über Nutzung des Content Management- Systems Joomla!). Über Frankfurter Themen würde ich auch gerne mehr machen, vor allem endlich mal mehr subjektive Einschätzungen/kritische Kommentare etc. einbringen.
Gibt es bereits irgendwelche Umsetzungen dieser Frankfurt-Blog-Idee? Wo kann ich mich um eine Mitarbeit bewerben? :-)
Hallo Dan, danke für deinen Kommentar.
Ich denke auch, dass Lokaljournalismus und ganz allgemein lokale Dienste auf dem Vormarsch sind.
Und ja, subjektive Einschätzungen und auch gerne kritische Kommentare, finde ich auch sehr wichtig, interessant und lesenswert. Das könnte man ganz wunderbar mit solch einem Stadtmagazin auf Blogbasis abbilden. Darüber hinaus hätte man ganz besonders in Frankfurt, dem Dorf unter den Großstädten, so gut wie keine Konkurrenz.
Bisher ist das nur eine Idee, eine Umsetzung gibt es noch nicht. Wenn man mit einem solchen Stadtmagazin Erfolg haben möchte, müsste man das von vornherein “richtig” machen, d.h. man bräuchte eine Gruppe von engagierten Autoren, die regelmäßig Artikel veröffentlichen würden. Die Regelmäßigkeit ist dabei sehr wichtig, denn nur dadurch erhöht sich die Anzahl der Leser ständig, und somit die Chance, ein solches Projekt eventuell auch durch Sponsoren und/oder Werbung finanzieren zu können.
Ideen sind auf jeden Fall schon mal im Überfluss vorhanden. Falls dich die Idee auch interessiert, dann können wir uns gerne mal darüber austauschen. Meine Kontaktdaten findest du im Impressum.
so, noch mal sporadisch umgeschaut, bevor ich mich um kopf und kragen rede. also spätestens hier nehme ich meinen unterschwelligen vorwurf mindestens halb zurück.
Aber bei all der popkultur die sich hier in diesem blog abspielt, hab ich doch immer noch nicht so richtig den lokalen bezug finden können. dass es mehr alternativen und ergänzende medien zum journal geben sollte und so ein groß angelegter blog eine gute und nötige sache wäre stimmt wohl, aber man kann ja durchaus schon im kleinen damit beginnen anstatt sich direkt so ein mammut aufzuhalsen.
naja so oder so ähnlich zumindest…
Na klar kann man damit im kleinen beginnen. Sollte man sogar. Man muss ja erst mal Erfahrungen sammeln und lernen, wie so etwas funktioniert.
Ich selber würde aber nicht mehr im kleinen und alleine beginnen, denn das hatte ich alles schon mal. Zur Erklärung: maingold war früher ein Musik E-Zine, das sich mit Alternative und Rock Bands aus Frankfurt und Umgebung beschäftigt hat. Wir haben zwei Festivals organisiert, einen Sampler produziert, usw. Für mich, der das alles neben dem normalen Job gemacht hat, wurde es dann leider irgendwann zuviel, ich habe es zeitlich nicht mehr geschafft, und musste das Projekt beenden.
Irgendwann hatte ich dann aber wieder Lust gelegentlich etwas zu schreiben, deshalb ist dann ein Blog entstanden, das ich allerdings auch schon mehrfach komplett gelöscht habe, Pausen gemacht habe, um dann wieder von vorne zu beginnen. Dieses Blog hat – das hast du ja schon gemerkt – keinen direkten Frankfurter Bezug. Ich schreibe einfach gelegentlich über Themen die mich beschäftigen, ohne festes Thema.
Das hat jetzt aber nur sekundär mit dem oben genannten Thema zu tun, da es hier um ein Stadtmagazin geht, das noch sehr viel mehr Themen ansprechen würde, als nur Musik. Ich habe es in dem Artikel ja schon beschrieben, warum man mit so etwas meiner Meinung nach größer starten sollte, als mit einem privaten Blog.
Aber, na klar, ich freue mich auch über jeden privat geführten Blog aus Frankfurt.
ich bin ein klein wenig mit der maingold historie vertraut und finde auch, das sowas der stadt zur zeit ziemlich fehlt. ich finde auch nur, dass man durchaus was machen kann, ohne gleich in vollzeit gehen zu müssen. Detlef hat schon recht damit, dass es bei vielen beteiligten und unbeteiligten an eigeninitiative und begeisterungsfähigkeit fehlt und wenn es mehr kleinen kram – sei’s online oder nicht – gäbe, müsste man auch nicht mehr so laut nach einem großen e-zine oder dergleichen schreien.
Naja und zumindest ganz oben bei den Beiträgen klang es so, als hättest du dir sowas in der Art auf die Fahnen geschrieben.
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