Podiumsdiskussion: Das Journal Frankfurt diskutiert mit Bundestagskandidaten aus Frankfurt

by Marius on 29. August 2009 · 10 comments

Journal Frankfurt Podiumsdiskussion: Politik in der Krise Obwohl in Deutschland schon in 4 Wochen ein neuer Bundestag gewählt wird, fühlt es sich derzeit höchstens so an, als ob in 8 Wochen in fernen Bundesländern Landtagswahlen wären.
Selten hat man einen derart verschlafenen und unmotivierten Wahlkampf erlebt wie im Moment. Die angebliche Politikverdrossenheit scheint von den Wählern auf die Politiker übergesprungen zu sein.

Wahlkampfslogans einzelner Parteien sind fast beliebig austauschbar, und auch bei den Parteien hat man mittlerweile das Gefühl, dass Alleinstellungsmerkmale fehlen.
Die Bundeskanzlerin versucht es mit der Kohl´schen Aussitzen Methode, die Stammwähler werden es schon richten, aber auch die Parteien, die künftig gerne Regierungsverantwortung übernehmen möchten, kommen nicht so richtig aus ihren Startpositionen.

Damit zumindest in Frankfurt ein wenig Bewegung in diesen Wahlkampf kommt, veranstaltete das Journal Frankfurt gestern im Mousonturm eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten aus der Stadt.
Auf dem Podium saßen Matthias Zimmer (CDU), Gregor Amann (SPD), Christoph Schnurr (FDP), Omid Nouripour (Die Grünen) und Sabine Leidig (Die Linke). Moderiert wurde diese Runde von Nils Bremer und Boris Tomic (Journal Frankfurt).

Obwohl der Termin mit dem Beginn der Museumsuferfests etwas ungünstig lag, war diese Veranstaltung trotzdem gut besucht. Mit der Auswahl des Veranstaltungsorts – der Mousonturm ist immer einen Besuch wert – und der guten Organisation, tat der Veranstalter Journal Frankfurt alles, um diese Podiumsdiskussion so attraktiv wie möglich zu gestalten.

Das Gefühl, dass derzeit in fast allen Parteien ein ähnlich schmeckender Einheitsbrei gekocht wird, wurde man innerhalb der Diskussionsrunde auf dem Podium allerdings nicht los.
Das grüne Kernthema „Green New Deal“ wurde plötzlich von der SPD vorgestellt, zwischen FDP und Linke gab es erstaunlich häufig Parallelen und auch die CDU gab sich zahm und sehr sozial.
Selbstverständlich habe man in jeder Partei das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Auge. Selbstverständlich würden sich die Wege zu diesem Ziel in Teilen unterscheiden. Und so weiter und so fort. Wir kennen das schon.
Prinzipiell hätte man sich fast eine große Koalition aus allen auf dem Podium vertretenen Parteien vorstellen können, denn mehr Streit als in den jeweiligen Parteien intern, gab es auf diesem Podium Parteienübergreifend im Großen und Ganzen nicht.

Was die Sympathiewerte der einzelnen Bundestagskandidaten der Stadt bei den Zuhörern anging, so konnte man wohl Sabine Leidig von den Linken deutlich vorne sehen, dicht gefolgt von Omid Nouripour von den Grünen und Gregor Amann von der SPD auf einem gemeinsamen zweiten Platz. Auf einem immer noch guten dritten Platz Matthias Zimmer von der CDU und weit abgeschlagen Christoph Schnurr von der FDP.

Dieses Ergebnis ist selbstverständlich keine Überraschung, immerhin befanden wir uns im Frankfurter Nordend. Denn auch wenn die um die Ecke liegende „RTL-Wahlstraße“ (Berger Straße) angeblich einen Querschnitt Deutschlands abbilden soll, so zumindest wird dies vom Sender RTL behauptet, das Frankfurter Nordend tut dies mit Sicherheit nicht.

Trotz des derzeit schläfrig wirkenden Wahlkampfs, und obwohl wirklich leidenschaftliche Diskussionen ausblieben, war diese Podiumsdiskussion dennoch eine gute Veranstaltung.
Unabhängig von anstehenden Wahlen sollten solche Runden regelmäßig stattfinden, dann auch gerne mit kommunalpolitischen Themen.
Wesentlich interessanter als parteiinterne Veranstaltungen, auf welchen sich ohnehin alle Beteiligten immer nur publikumswirksam lieb haben, sind solche Diskussionsrunden in jeden Fall.

Weitere Informationen:

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1. September 2009 um 06:31

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1 b.to 29. August 2009 um 13:53

danke für die blumen. ein wenig selbstkritisch muss ich als moderator doch sein – es drehte sich etwas zu sehr um ein thema – wirtschaft. da hätten wir etwas stärker auf andere themen lenken müssen… aber offensichtlich war es dass, was das publikum interessierte – denn auch in der offenen fragerunde waren wieder wirtschaft und wachstum die zentralen themen.

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2 Marius 29. August 2009 um 15:45

@b.to: In Zeiten der so genannten Wirtschaftskrise spricht die Politik ohnehin fast ausschließlich von der Wirtschaft, genauso wie die Medien. Da ist es nur natürlich, dass das Thema Wirtschaft auch in dieser Runde führend war.

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3 ChiliParmer 2. September 2009 um 08:53

Wirtschaft ist das Thema schlecht hin, weil das heisst Geld einnehmen, umlagern und weiterleiten um damit soziale Themen zu finanzieren.
Wirtschaft bedeutet Macht , Wirtschafte bedeuted Stärke und Wirtschaft bedeuted Probleme. Deswegen sicherlich.

Ich war leider nicht zugegen, aber mir kam zu Ohren das die Kinke nun nicht so sonderlich gut abgeschnitten haben sollte, obgleichs ie wohl lt. Aussage einer Freundin stehtig auf ihr script geschaut haben soll.

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4 Eva 2. September 2009 um 13:14

Ich war am Freitag bei der Diskussion im Publikum, aber am Samstag bin ich erst einmal verreist (Barcelona – zu viele Touristen, trotzdem geile Stadt!).
Der letzte Satz von Marius stimmt:
“Unabhängig von anstehenden Wahlen sollten solche Runden regelmäßig stattfinden, dann auch gerne mit kommunalpolitischen Themen…”, aber ansonst liest sich sein Bericht wie die Presseerklärung des Veranstalters. Denn, ehrlich gesagt, es war keine wirklich interessante Veranstaltung und “gut besucht” war sie auch nicht, wenn man die Claqueure (schreibt man das so?) der einzelnen Parteien abzieht, welche die Kandidaten mitgebracht haben.
Es ging viel zu lang um das Thema Steuern und Staatsverschuldung, so dass man sich irgendwie im Kreis drehte und die Moderatoren schafften es nicht, auch mal ein anderes Thema anzusprechen (z.B. Atomkraft, Afghanistan, Internetsperren, Gesundheitspolitik etc.). Und auch die Kritik aus dem Publuikum, das Thema sei doch “Politik in der Krise” wurde nicht ernsthaft aufgenommen. Schade!
Natürlich gab es viele Sprechblasen auf dem Podium, dennoch wurden einige Unterschiede klar, aber vor allem entlang der “Lagergrenzen” zwischen gelb und rot-rot-grün, wobei der CDU-Mann sich anscheinend selbst nicht so sicher war, zu welchem Lager er nun gehört.
Einen klaren Sieger gab es nach meiner Meinung nicht; auch die LINKE (Leidig) war es ganz bestimmt nicht. Sie hatte als einzige irgendwelche Unterlagen auf dem Schoß, in denen sie schrieb und blätterte, so dass man irgendwie den Eindruck bekam, ohne diese Hilfe gingen ihr die Argumente aus. Und ihre Argumentation war manchmal schon etwas zu platt.
Der SPD-Mann (Amann) wirkte am glaubwürdigsten. Auch wenn er nur die bekannten SPD-Argumente brachte, so wirkte er, finde ich, zumindest ehrlich und authentisch. Mir gefiel beispielsweise, dass er erst gar nicht versuchte die inhaltsleeren Slogans auf den Parteiplakaten schön zu reden, sondern ehrlich sagte: Ein Plakat ist kein Wahlprogramm. Stimmt ja auch. Der Grüne (Nouripour) war vielleicht rhethorisch etwas besser, aber seine Rhethorik erinnerte mich immer etwas an einen Gebrauchtwagenhändler, bei dem man sich nie sicher ist, ob all die überzeugenden Argumente auch wirklich stimmen oder ob er dem nächsten Kunden nicht möglichwerweise genau das Gegenteil davon – genauso überzeugend – erzählt. Der CDU-Mann (Zimmer) war nicht unsympathisch, aber er hatte offensichtlich vor der Veranstaltung eine Schlaftablette eingeworfen, die gerade voll einsetzte. Wenn ich mal ‘nen netten Opa zur Kinderbetreuung brauche, ist er bestimmt meine erste Wahl; er wirkte so gutmütig und harmlos.
Naja, und der Bubi von der FDP (Schnurr) war wirklich unerträglich. Fehlende Kompetenz versuchte er durch ein übergroßes Selbstbewußtsein auszugleichen. Der hat noch einen weiten Weg vor sich bis er “bundestagsreif” ist.
Angesichts der im Publikum anwesenden “Piraten” hoffte ich auf eine spannende Debatte zum Thema Internet, aber weder stellten diese braven Piraten auch nur eine einzige Frage in der Publikumsrunde noch schafften die Moderatoren es, sie in die Diskussion mit einzubeziehen. Da gibt es auf jeder Kinderrfastnacht furchterregendere Piratendarsteller als bei dieser Truppe!
Insgesamt war die Diskussion eine vertane Chance. Ich finde solche Live-Diskussionen immer interessanter als die hundertfach gefilterten Präsentationen der Kandidaten und Parteien in den Medien, aber eine interessante Diskussion hervorzukitzeln, ist in erster Linie Aufgabe der Moderatoren und nicht der Politiker. Dem Journal ist es an diesem Abend leider nicht gelungen.

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5 Marius 2. September 2009 um 13:47

@Eva:
Ob ich eine Veranstaltung interessant finde oder nicht, darfst du ruhig mir überlassen. Ich fand sie interessant.

Wenn die zur Verfügung stehenden Plätze einer Veranstaltung fast alle besetzt sind, dann spreche ich von einer gut besuchten Veranstaltung.

Zu Frau Leidig:
Ich finde es sehr engagiert, wenn man sich innerhalb von Diskussionsrunden Notizen macht, das zeigt, dass man die Sache ernst nimmt und auf bestimmte Punkte anderer Sprecher später nochmal eingehen möchte. Deinen Eindruck von Frau Leidig kann ich in keinem Punkt nachvollziehen.
Ein Sieger einer Diskussionsrunde mache ich objektiv an der Menge des Beifalles fest, und subjektiv an logischer und stichhaltiger Argumentation. Über den zweiten Punkt kann man geteilter Meinung sein, aber Tatsache ist, dass Frau Leidig den meisten Applaus bekommen hat.

Zum Thema Piratenpartei:
Ich wundere mich, dass du dich darüber wunderst, dass Zuschauer nicht in die Debatte mit einbezogen wurden. Eine Podiumsdiskussion findet üblicherweise auf dem Podium statt und nicht im Zuschauerraum. Mehr als Zuschauer waren die Herrschaften mit den Piratenpartei T-Shirts nicht.
Es war schon albern genug, dass sie sich extra für diese Veranstaltung mit einem Showstand an den Merianplatz stellten, und darüber hinaus den Eingang des Mousonturms besetzten um jedem Besucher ihre Flyer in die Hand zu drücken. Das haben die anderen Parteien auch nicht gemacht.

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6 Eva 2. September 2009 um 22:23

@Marius:
Was bist Du denn so angepiekst? Fällt es Dir immer so schwer, andere Meinungen zu ertragen?
Also, ok, Du fandest die Veranstaltung interessant, ich weniger. Akzeptiert!

Zur Besucherzahl:
Jeder, der schon einmal auf so einer Diskussion war, weiß dass die Politiker immer einen Anhang mitbringen, der für sie klatscht, selbst wenn sie aus dem Telefonbuch vorlesen. Das war auch hier der Fall; das sah man allein schon daran, wen und wie sie bestimmte Leute vor Beginn der Veranstaltung begrüßten und mit ihnen sprachen. Deshalb: “echte” Besucher waren es m.E. nicht so viel. Jedenfalls zu wenig für eine Stadt wie Frankfurt und gemessen an der Bedeutung des Themas (finde ich jedenfalls).
Aus diesem Grund finde ich auch den Beifall des Publikums zu den einzelnen Podiumsteilnehmern nur sehr bedingt aussagekräftig und ich habe mir erlaubt, meine eigene Wertung vorzunehmen. Dafür ist ein Internet-Blog doch da, oder nicht?

Zu Leidig:
Wenn Merkel, Steinmeier, Lafontaine oder sonstige Politiker dieser Gewichtsklasse bei TV-Diskussionen u.ä. auftreten (und immerhin kandidiert Frau Leidig für den Bundestag und nicht für einen Ortsbeirat), dann haben sie auch nichts dabei, um sich Notizen zu machen oder Argumente nachzuschauen. Das muss man in dieser Preisklasse eben können. Deswegen fand ich, dass Frau Leidig dadurch etwas weniger souverän wirkte. Und ich fand ihre Argumente manchmal etwas holzschnittartig (“Der Staat hat 2 Billionen Schulden, die Privatvermögen betragen 5 Billionen – schwupp, Problem gelöst”). Aber das ist mein ganz persönlicher, subjektiver Eindruck. Ich respektiere, wenn Du eine andere Meinung dazu hast.

Zur Piratenpartei:
Das finde ich jetzt schwerwiegender als die vorher genannten Punkte. Immerhin gab es eine Zuschauerrunde und da finde ich es schon schwach, wenn sie da nicht in der Lage sind, eine Frage (oder ein Statement) zu formulieren. Immerhin wollen sie doch eine Wahl gewinnen, oder nicht? Und ich hätte es mir als Moderator nicht entgehen lassen, der Diskussion durch Einbeziehung der Piraten etwas Pepp zu verleihen. Das Journal ist doch ein Zeitgeist-Magazin und die Piraten und ihr Thema (sie haben ja nur eines) ist doch eine Zeitgeist-Erscheinung (das soll die Bedeutung des Themas nicht abwerten). Wie gesagt, nach meiner bescheidenen Meinung hätte das die Diskussion etwas belebt.
Was am Merianplatz vorher lief, weiß ich nicht, ich war nicht dabei. Und Flyer ausgeben stört mich nicht. Im Gegenteil. Ich hätte mir auch die der anderen Parteien angeschaut, wenn ich welche bekommen hätte.

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7 Marius 2. September 2009 um 23:32

@Eva: Ich bin überhaupt nicht „angepiekst“. Aber du schreibst „es war keine wirklich interessante Veranstaltung und “gut besucht” war sie auch nicht“.
Jeder empfindet eine Veranstaltung anders und wenn ich sie nun mal interessant fand, dann ist das eben so. Du kannst gerne anderer Meinung sein, aber pauschal zu schreiben diese Veranstaltung wäre nicht interessant gewesen finde ich ehrlich gesagt etwas schwach. Auch du müsstest zwischen einer Meinung und einer Tatsache unterscheiden können. Von daher sehe ich eher dich als diejenige, der es schwer fällt andere Meinungen zu aktzeptieren.

Wenn ich schreibe, dass diese Veranstaltung gut besucht war, dann treffe ich damit lediglich eine Wertung über die Menge der Besucher. Gut besucht wäre diese Veranstaltung auch gewesen, wenn ausschließlich CDU Anhänger dort gewesen wären. Was mich im Übrigen nicht im Geringsten gestört hätte.
Dass jede Partei, und eventuell auch jeder einzelne Politiker, seine eigenen Anhänger hat, ist völlig normal. Wer in der Lage ist von solchen Personen am meisten zu aktivieren gewinnt Wahlen und, falls man überhaupt von gewinnen im Zusammenhang mit einer Podiumsdiskussion sprechen kann, auch Diskussionsveranstaltungen.
Mir ist nicht aufgefallen, dass ein Politiker oder eine Politikerin übernatürlich viele Anhänger mitgebracht hätte. Die Sympathien waren für mich Nordend-typisch völlig normal verteilt.
Aber selbst wenn das nicht so gewesen wäre – so fucking what?

Auch kann ich deine Argumentation zu den Notizen von Frau Leidig nicht ansatzweise nachvollziehen. Aber dazu habe ich ja in meinem vorherigen Kommentar schon etwas geschrieben. Ich werte so etwas im Gegensatz zu dir sehr positiv und nicht negativ. Würden sich mehr Spitzenpolitiker in renommierten Talkshows Notizen machen, oder hätten Unterlagen dabei, dann würden wir mit Sicherheit sehr viel spannenderer und vor allem inhaltlich bessere Diskussionen erleben. Genau das fände ich dann souverän und nicht das hohle Wiederhohlen von platten Parteiparolen, die man ja irgendwann wirklich nicht mehr hören kann.
Zu deiner Anmerkung mit den Schulden und dem Privatvermögen – Frau Leidig sagte nicht „Schwups, Problem gelöst“. Als Denkanstoß fand ich diese Bemerkung gar nicht so schlecht, aber auch hier wieder – meine Meinung.

Zu den Piraten:
Entweder man lädt eine solche Partei ein um auf dem Podium mitzudiskutieren, oder man lässt es. In diesem Fall hat man es gelassen, was ich gut fand, denn sonst hätte man noch sehr viel mehr von solchen Parteien einladen müssen, die in den Wahldiagrammen immer unter „Andere“ geführt werden. Wenn man es aber lässt, dann sollte man meiner Meinung nach nicht die komplette Planung einer solchen Veranstaltung einfach über Bord werfen und dann doch anfangen mit diesen Personen zu diskutieren. Das hätte ich als ungerecht gegenüber den eingeladenen Teilnehmern empfunden.
Die Piraten hätten sich gerne in der Zuschauerrunde zu Wort melden können.
Aber andererseits frage ich mich dann auch, was eine Piratenpartei denn schon zu Fragen der Wirtschaft hätte beitragen können? Ich denke: ganz genau nichts.

Deshalb gebe ich dir in diesem Punkt Recht, auch ich fand deren Auftritt schwach. Vor der Veranstaltung ein bisschen Show machen und mit der Parteiflagge zu wedeln wird nicht ausreichen um Stimmen zu gewinnen. Andererseits ist es für diese Partei wohl manchmal besser, einfach ruhig zu sein, bevor man völlig hilf- und konzeptlose Äußerungen vom Stapel lässt. Das könnte sonst sehr schnell noch viel schwächer wirken.

Antworten
8 Marius 15. September 2009 um 08:27

@Eva: Du hast in deinem Kommentar geschrieben “Wenn Merkel, Steinmeier, Lafontaine oder sonstige Politiker dieser Gewichtsklasse bei TV-Diskussionen u.ä. auftreten…, dann haben sie auch nichts dabei, um sich Notizen zu machen …”
Wenn du am Sonntag das so genannte Kanzlerduell im Fernsehen gesehen hast, dann weißt du jetzt, dass deine Behauptung falsch ist. Auch Frank-Walter Steinmeier hat sich während dieses “Duells” Notizen gemacht. Und hatte vielleicht gerade deswegen die besseren Argumente.

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