Das Buch “Blog Boosting”

Nachdem ich in meinem Artikel Und was machten die Blogs im Jahre 2011 auch einige Worte zu den immer noch unzureichenden Möglichkeiten der Monetarisierung von Blogs geschrieben hatte, schrieb mich Miriam Robels vom mitp-Verlag an und verwies mich auf das in ihrem Verlag erschienene Buch Blog Boosting*, das sich unter anderem auch mit diesem Thema beschäftigt.
Miriam fragte mich, ob ich an einem Rezessionsexemplar interessiert wäre, ich nahm ihr Angebot an und zwei Tage später lag das Buch auf meinem Schreibtisch.

Das Thema Vermarktung von Blogs kann interessant sein, wenn es nicht in die leider weit verbreitete “Geld verdienen im Internet” Gosse abrutscht, in der es häufig ziemlich windig zugeht.
Ich habe mich eine Zeit lang intensiv mit der “Geld verdienen im Internet” Szene beschäftigt, aber an einem bestimmten Punkt musste ich diese Beschäftigung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, da mir häufig sehr übel wurde und sich bei mir eine ausgewachsene “Internet Marketer” Allergie manifestierte.
Von daher bestehen meinerseits massive Vorbehalte gegen Blogs dieser Art, womit Michael Firnkes, der Autor des Buchs “Blog Boosting”, mit mir als Rezensent leben muss, denn auch er betreibt unter blogprofis.de ein Blog, das sich mit den Themen “Geld verdienen”, SEO, Affiliate Marketing, etc. beschäftigt.

Nun ist es natürlich in keiner Weise verwerflich, mit Blogs und allem was damit zusammenhängt, Geld verdienen zu wollen. Ganz im Gegenteil, das möchten viele Blogger, einschließlich mir, am liebsten sogar hauptberuflich.
Während einige Blogger tatsächlich nennenswerte Beträge über ihre Blogs generieren können, schreiben andere lieber darüber und hoffen, mit dieser Methode Erfolg zu haben.
Die Art und Weise wie ein solches Vorhaben in die Praxis umgesetzt wird, ist dabei letztlich eine Geschmacksfrage und muss von jedem individuell bewertet werden.

Aber das ist ein anderes Thema und würde an dieser Stelle zu weit führen. Hier soll es in erster Linie um das Buch Blog Boosting gehen.

Michael Firnkes widmet sich in seinem Buch im Großen und Ganzen dem Aufbau und der Optimierung von Blogs in allen relevanten Facetten. “Design, Content und Marketing optimieren. Praxisbeispiele und Insidertipps für mehr Umsatz und Reichweite. Die Dos und Dont´s der Blogosphäre” steht auf dem Umschlag des Buchs.

Im ersten Teil von Blog Boosting beschreibt Michael Firnkes zunächst einmal einige für ihn wichtige Verhaltensregeln für Blogger, bevor es mit den Themen “Erfolgsmessung und Reporting” weiter geht.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich dann mit einigen Grundlagen der aus Sicht des Autors drei wichtigsten Säulen erfolgreicher Blogs, nämlich Design, Content und Marketing.

Im dritten Teil schreibt Firnkes rund um das Thema “Blog-Vermarktung für Fortgeschrittene”, während der vierte und letzte Teil des Buches auf das Thema “Arbeiten als Blogger” eingeht.

Michael Firnkes gibt für viele angesprochene Themen konkrete Beispiele, die er mit URLs (auch zu seinen eigenen Blogs), Bildern oder auch mal mit ein paar Codezeilen untermauert. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist vielleicht noch, dass Firnkes sich ausschließlich auf das Blogsystem WordPress konzentriert.

In Kapitel 7 widmet sich der Autor rund 70 Seiten lang dem Thema “Möglichkeiten der Monetarisierung”, das aufgrund meines Artikels Ausgangspunkt für diese Rezension war.
Erklärt werden dort Einnahmequellen wie Google Adsense, Partnerpgrogramme, Affiliate Marketing, Eigenvermarktung und noch einige andere Formen und Möglichkeiten, direkt oder indirekt über das eigene Blog Geld zu verdienen.
Dieses Kapitel ist ziemlich ausführlich und stellt auch viele Dienste wie zum Beispiel Plista, Blogads und sogar die Verwertungsgesellschaft VG Wort vor.

Für Interessierte auf diesem Gebiet bietet dieses Kapitel insgesamt eine gute Übersicht vorhandener Vermarktungsmöglichkeiten von Blogs. Die Tatsache, dass man auch in diesem Buch vergeblich auf einen gut funktionierenden Geheimtipp wartet, ist jedoch nicht dem Autor anzulasten. Es gibt derzeit aus meiner Sicht schlicht und einfach keinen Vermarkter von Blogs, der für einen Großteil der Blogger zufriedenstellend funktionieren würde.

Fazit:

Wer sich mit den doch sehr vielfältigen Themen rund um Blogs noch nicht so gut auskennt, findet in diesem Buch einen sehr guten und lesenswerten Rundumschlag.
Wer sich allerdings schon ausführlich mit diesen Themen beschäftigt hat, zum Beispiel durch das Lesen von Blogs zu diesen Themen, von denen es eine ganze Menge gibt, wird in Blog Boosting* nicht so viel Neues finden.

Positiv zu erwähnen ist, dass sich Michael Firnkes von den eingangs erwähnten “Internet Marketern” in seinem Buch fern hält. Der Autor weiß weiterhin wovon er spricht und transportiert sein Wissen und seine Erfahrungen in durchaus lesenswerter Form, weshalb ich das Buch im Großen und Ganzen allen an diesen Themen Interessierten empfehlen kann.

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