Wenn man ungewollt Post von jemandem erhält, dann kann es sein, dass der Absender die Adresse und eventuell noch weitere persönliche Daten von der zuständigen Meldebehörde der Stadt, der Gemeinde oder dem Kreis erhalten hat.
Die Meldebehörde darf Auskunft über Vor- und Familiennamen, Doktorgrad und Anschriften einzelner bestimmter Einwohner der Gemeinde an jedermann erteilen, es sei denn, dass eine Übermittlungs- / Auskunftssperre besteht.
Angeregt durch den OptOutDay wollte ich heute eine solche Übermittlungssperre bei der Stadt Frankfurt für meine Person erreichen, sprich, ich wollte der Weitergabe meiner Daten widersprechen.
Die Stadt Frankfurt hält auf ihrer Website unter dem Menüpunkt „Formulare“ eine große Menge an Formularen bereit, weswegen ich dort das geeignete Formular zum Widerspruch gegen die Weitergabe meiner Daten vermutete. Doch an dieser Stelle wurde ich leider nicht fündig. Also rief ich bei der Stadt Frankfurt an und bat darum mir doch zu verraten, wo sich denn dieses aus meiner Sicht nicht ganz unwichtige Formular befinden würde.
Der Mitarbeiter der Stadt machte sich also mit mir gemeinsam auf der Website der Stadt Frankfurt auf die Suche nach diesem Formular, konnte es jedoch ebenso wenig finden wie ich. Immerhin konnte er mir nach einiger Zeit des Suchens eine Seite nennen, auf der zumindest schon mal beschieben steht, dass man sowohl Auskunftssperren (Sie wird auf Antrag eingetragen, wenn die Betroffenen glaubhaft machen, dass Ihnen oder anderen Personen durch eine Auskunft Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliches droht) sowie Übermittlungssperren (Ohne Angabe von Gründen kann jede/r Einwohner/in der Weitergabe der Daten an Parteien, Wählergruppen und ähnlichen Organisationen widersprechen) beantragen kann.
Er versprach mir jedoch, sich auf die Suche nach diesem gewünschten Formular zu machen und sich dann noch einmal bei mir per Mail zu melden. Und dieses Versprechen machte er auch unmittelbar wahr. Ich bekam eine Mail, in der stand, dass die Stadt Frankfurt offensichtlich kein Antragsformular „Übermittlungssperren“ im Programm habe, er sich aber schnellstmöglich darum kümmern wolle, dass dies geändert werden würde. Auch verwies er mich auf Antragsformulare anderer Stadtverwaltungen (Google) und machte mich darauf aufmerksam, dass ich hierfür auch einen formlosen Antrag stellen könne. Trotz des fehlenden Formulars auf der Website der Stadt Frankfurt nenne ich das einen zuvorkommenden Service, an dieser Stelle vielen Dank.
Wer also wie ich der Weitergabe seiner Daten seitens der Meldebehörde widersprechen möchte, kann auf das zur Verfügung stellen des geeigneten Formulars warten, ein Formular einer anderen Stadtverwaltung benutzen, oder einfach einen formlosen Antrag stellen.
Nun werde ich nur noch herausfinden müssen, auf welchem Wege und an welche Stelle ein solcher Antrag gesendet werden muss. Auch das habe ich per Mail angefragt. Sobald ich Antwort erhalten habe, werde ich diese Informationen hier einfügen.
PS:
Interessanterweise habe ich bei der Recherche nach dem besagten Formular auf der Website der Stadt Frankfurt einen Link zu „ZEMA – Melderegisterauskunft Online“ gefunden.
ZEMA ist das erste länderübergreifende Internet-Portal für Melderegisterauskünfte in Hessen, Bayern und der Landeshauptstadt Saarbrücken.
Gemäß dem ZEMA Motto „Einfach – Sicher – Schnell“ dürfte es über dieses Portal noch einfacher sein, an die gewünschten „einfachen Melderegisterauskünfte“ zu gelangen.
Deshalb noch einmal zur Erinnerung:
Die Meldebehörde darf Auskunft über Vor- und Familiennamen, Doktorgrad und Anschriften einzelner bestimmter Einwohner der Gemeinde an jedermann erteilen, es sei denn, dass eine Übermittlungs- / Auskunftssperre besteht.
Weitere Informationen:
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danke! antrag auf übermittlungssperre ist abgeschickt. jetzt weiß ich auch woher die gez meine adresse hat. finde es eine sauerei, dass man darüber von den ämtern nicht aufgeklärt wird.
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