Mein Serienjahr 2013

serienjahr2013

Unter cineastischen Gesichtspunkten war das Jahr 2013 für mich eher etwas enttäuschend. Dafür habe ich dieses Jahr umso mehr Serien konsumiert. Von manchen Serien reichten mir schon wenige Episoden, andere wiederum habe ich am Stück verschlungen und wieder andere rangierten in meiner Gunst irgendwo dazwischen. Es folgt ein kleiner Rückblick auf mein Serienjahr 2013.

Die Klassiker

Natürlich Breaking Bad. Über diese Serie muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren, da sie es schnell vom Geheimtipp zum gefühlten Blockbuster geschafft hat. Die finale Staffel in ihren beiden Teilen hat mir persönlich nicht mehr ganz so gut gefallen wie der ganze Rest, aber dennoch ist es wohl nicht arg übertrieben zu sagen, dass die Story um den biederen krebskranken Chemielehrer Walter White, der langsam zum skrupellosen Drogenbaron mutiert, mit all seinen wunderbaren Facetten zu den besten Serie gehört, die jemals gedreht wurden.

Mein persönlicher Liebling dieses Jahres war und ist Homeland. Vielleicht ist es auch eine Art Hassliebe, die mich mit dieser Serie verbindet, denn allzu oft stöhne ich genervt auf und verdrehe die Augen wenn die nach unten gezogenen Mundwinkel der weinerlichen Carrie mal wieder zu beben beginnen, weil sie schon wieder kurz vor einem kleinen oder großen Nervenzusammenbruch steht. Aber Carrie ist dennoch die Gute, die letztlich immer alles besser wusste, sich für die Agency aufopfert und ständig ihr arg verkorkstes Leben aufs Spiel setzt, weswegen man ihr ihre arg weinerliche Art verzeiht und dauernd so etwas wie Mitleid für sie empfindet. Außerdem sieht man in dieser Serie mit dem hochrangigen CIA Mitarbeiter und Carries Chef Saul Berenson eine der besten Serienrollen der letzten Jahre.
Insgesamt ist Homeland unglaublich gut besetzt, politisch brisant und aktuell, so dass es schwer fällt von dieser Serie loszukommen. Und immer dann, wenn kurzzeitig die Gefahr besteht, dass die Story etwas dahinzuplätschern droht, treten die Macher von Homeland das Gaspedal durch und überraschen mit einer unvorhergesehenen Wendung oder einer epischen Episode, die man am liebsten sofort noch einmal sehen würde.

Interessant und/oder spannend

Insbesondere die erste Staffel der britischen Serie The Hour hat mich positiv überrascht. The Hour spielt in den 50er Jahren und zeigt die Bemühungen der BBC, eine neue innovative Nachrichtensendung zu produzieren. Nebenbei recherchiert der charismatische junge Reporter Freddy Lyon an einem Mordfall, und wird dadurch immer mehr von seiner eigentlichen Arbeit abgelenkt. Faszinierend an dieser Serie ist auch die Darstellung der etwas geheimnisvoll wirkenden Beziehung zwischen Freddy und seiner Kollegin Bel. The Hour ist durchgängig ganz hervorragend besetzt und versprüht einen sehr speziellen Charme der 50er Jahre.

The Killing ist eine Neuverfilmung der dänischen Krimiserie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen”. Zunächst verfolgte ich diese düstere und unterkühlte Serie etwas verhalten, da ich irgendwie Probleme hatte, dieses Machwerk auf meinem Serienradar einzuordnen. Mit zunehmender Dauer erschien mir diese Serie aber immer interessanter, was auch an der charismatischen Sarah Linden (Detective bei der Mordkommission) lag. In The Killing geht es primär darum, den Mord an einem jungen Mädchen aufzuklären, jedoch zeigt die Serie um diesen Fall herum die zunehmend komplizierten Verstrickungen aus Politik und der Familie der Ermordeten.

Potential

Masters Of Sex spielt in den 50er Jahren und begleitet einen Gynäkologen und seine Sekretärin bei ihren wissenschaftlichen Forschungsarbeiten in Sachen Sexualforschung. Bisher habe ich erst zwei Episoden dieser Serie gesehen, die ich jedoch ganz unterhaltsam fand. Masters Of Sex könnte durchaus Potential haben.

Prequels

Serien die Vorgeschichten zu erfolgreichen Spielfilmen oder Romanen erzählen wollen, sind mir stets etwas suspekt. Dieses Jahr versuchten sich an diesem Kunststück die beiden Serien Hannibal und Bates Motel.

In der Serie Hannibal geht es um den Psychiater Dr. Hannibal Lecter, der dem FBI Agenten Will Graham bei seinen Ermittlungen gegen Serienmörder helfen soll. Lecter ist jedoch selber ein Serienmörder, der gerne die Organe seiner Opfer isst. Trotz eines Mads Mikkelsen als Dr. Hannibal Lecter, und trotz einer großen Menge an sichtbarem Engagement bei der Produktion dieser Serie, scheitert Hannibal an seiner großen Vorlage (Roter Drache, Schweigen der Lämmer, etc.). Bei dieser Serie versuchte man vieles anders und neu zu gestalten, überdrehte bei diesem Vorhaben jedoch merklich. Mir hat Hannibal nicht besonders gut gefallen.

Deutlich besser gefiel mir Bates Motel. Trotz keinerlei Erwartungen hat mich diese Serie sehr positiv überrascht. Bates Motel soll die Vorgeschichte zu Psycho sein, versetzt die Handlung um Norma Bates und ihren 17-jährigen Sohn Norman jedoch in die heutige Zeit. Bates Motel ist eine Serie von kunstvoll düsterer Stimmung, die in kleinen Teilen etwas an Twin Peaks erinnert und überdurchschnittlich gut besetzt ist. Für mich ein ganz klarer Überraschungserfolg.

Ungewöhnliche Drama- und Krimiserien

Mal etwas völlig anderes machen, mal ganz kräftig auf Konventionen kacken, das versuchte die 6-teilige Miniserie Top Of The Lake. In dieser Serie geht es um die Suche nach einem zwölfjährigen Mädchen, das sich kurz vor ihrem Verschwinden in einem See umbringen wollte. Hier treffen schöne und gewaltige Bilder auf eine komische Stimmung und lassen den Zuschauer langsam in eine kleine Welt aus kruden Charakteren eintauchen. Leider haben die Produzenten jedoch vergessen, dass eine solche Kunstserie nicht alleine von seiner außergewöhnlichen Stimmung leben kann, sondern auch eine einigermaßen spannende Handlung haben sollte. Und genau daran krankt diese Serie, weshalb sie mir auf halbem Weg etwas zu langweilig wurde. Dennoch ist Top Of The Lake ein kleiner außergewöhnlicher Tipp für alle diejenigen, die auch Twin Peaks mochten und besondere Stimmungen und Bilder genießen können. Erstaunt hat mich bei dieser Serie, wie die Hauptdarstellerin Elisabeth Moss, die auch die Rolle der Peggy Olson in Mad Men spielt, gleichermaßen farblos und faszinierend zugleich wirken kann.

Etwas besser schneidet in dieser Sparte die Dramaserie Rectify ab, in der es um den Insassen einer Todeszelle geht, der nach 19 Jahren aufgrund einer DNA-Analyse wieder frei kommt und sich in der neuen Welt seiner Heimatstadt zurechtfinden muss. Rectify ist eine extrem ruhige aber gleichermaßen intensive und irgendwie auch hypnotisierende Erfahrung und in seiner Klarheit das ZEN unter den Serien. Mich haben die ersten Episoden von Rectify sehr positiv überrascht.

Beste deutschsprachige Serie

Ohne Zweifel war Janus die beste deutschsprachige Serie dieses Jahres. In Janus geht es um einen forensischen Psychologen, der gemeinsam mit einer toughen Kriminalkommissarin versucht, die düsteren Machenschaften des Pharmakonzerns Janus aufzuklären. Außerdem wird in jeder Episode ein psychologisch aufgeladener Kriminalfall aufgeklärt. Bemerkenswert ist, dass Janus eine österreichische Produktion ist, die im Aufrag des öffentlich-rechtlichen ORF produziert wurde und den deutschen TV-Produktionen um Längen voraus ist. Hier wird einmal mehr klar, dass Deutschland in Sachen TV-Serien-Produktionen ein vernichtendes Armutszeugnis ausgestellt werden muss. Die einzige Ausnahme war die 10-teilige Serie Im Angesicht des Verbrechens, die außergewöhnlich gut war. Alles andere ist bloß Tatort und Lindenstraße, also TV auf Kreisliga-Niveau. Für ein solch mutiges TV-Format darf man Österreich sehr herzlich gratulieren.

Politserien

Gefährliche Seilschaften und House Of Cards sind zwei Politserien, die mir viel Spaß gemacht haben. An Gefährliche Seilschaften darf man jedoch keine allzu hohen Erwartungen setzen, da diese Serie in ihrer Handlung sehr oft vorhersehbar ist und auch nicht mit einer aufwendigen Hollywood-Produktion dienen kann. Im Gegenteil, viel eher handelt es sich augenscheinlich um eine Low-Budget Serie. Trotzdem macht es sehr großen Spaß den politischen und privaten Weg der Dänin Brigitte Nyborg zu verfolgen.

House Of Cards spielt schon in einer ganz anderen Liga. Diese Politserie mit Kevin Spacey in der Hauptrolle ist sehr gut produziert und von der Story her komplex und verwoben. Wer sich für politische Storys interessiert, in denen es um Macht, Intrigen, Rache und Skrupellosigkeit geht, ist bei House Of Cards an der absolut richtigen Adresse. Ich freue mich schon auf die zweite Staffel, die Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden soll.

Enttäuschungen

Von der US-amerikanischen Drama/Politserie Scandal hatte ich mir einiges versprochen. In dieser Serie geht um eine politische Beraterin und Krisenmanagerin, die die Probleme ihrer Mandanten lösen soll, bevor daraus Skandale entstehen. Aber schon die ersten paar Episoden machten klar, dass Scandal meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte. Viel zu schnell und viel zu hektisch werden hier Hochglanzbilder aneinandergereiht, die mich als Zuschauer nicht beeindrucken konnten. Scandal ist somit eine weitere stereotype US-Serie, die zu krampfhaft versucht modern zu sein und dabei vergisst den Zuschauer mitzunehmen.

Sehr enttäuscht bin ich auch von The Blacklist. In dieser Serie geht es um einen der meist gesuchten Verbrecher der USA, der aus unbekannten Gründen plötzlich beim FBI vorstellig wird, und seine Hilfe bei der Suche nach Terroristen und Verbrechern anbietet. Seine einzige Bedingung ist, ausschließlich mit einer bestimmten FBI Agentin zusammen zu arbeiten. The Blacklist bedient sich an einem Potpourri aus Motiven bereits vergangener Serien und Filmen, mischt diese einmal kräftig durch und serviert einen völlig ideenlosen Einheitsbrei. The Blacklist ist für mich eher enttäuschend.

In der Science-Fiction Serie Under The Dome geht es um eine Kleinstadt, die plötzlich durch eine durchsichtige Kuppel vom Rest der Welt abgeschnitten wird. Diese Serie ist völlig inakzeptabel und bewegt sich auf niedrigem Kindergartenniveau. Das ist jedoch kein großes Wunder, da Under The Dome auf einem Buch von Stephen King basiert, dessen Romane wahrscheinlich weiterhin nur in Kinderzimmern oder auf Klassenfahrten gelesen werden. Dorthin gehört auch diese Serie.

In der Thrillerserie The Following geht es um einen verurteilten Serienmörder, der es aus dem Gefängnis heraus geschafft hat, einen Kult um seine Person aufzubauen, der weitere Serienmörder nach seinem Vorbild hervorbringt. Ein FBI-Agent darf natürlich nicht fehlen, dessen Rolle mit Kevin Bacon prominent besetzt ist. Leider verhilft diese Tatsache der Thrillerserie The Following jedoch nicht zu mehr Glanz. The Following hätte thematisch eigentlich Potential gehabt, scheitert aber an einem völlig unglaubwürdigen und in Teilen sogar lächerlichen Plot. Schade drum.

Trotz großer Sherlock Holmes Antipathie versuchte ich mich an der britischen Serie Sherlock. Wie zu erwarten war, musste ich jedoch vorzeitig passen. Ich weiß nicht, wie oft Film- oder Serienmacher bereits die berühmte Sherlock Holmes Thematik aufgegriffen haben, ich weiß nur, dass ich zukünftig um alle nach Sherlock Holmes riechenden Produktionen einen großen Bogen machen werde. Manche Dinge sollte man einfach nicht übertreiben.

Auch die US-amerikanische Serie Elementary greift die über die Maßen strapazierte Sherlock Holmes Thematik auf und portiert sie in das heutige New York. Elementary interpretiert Holmes und Watson jedoch etwas freizügiger als die Serie Sherlock. So ist Dr. Joan Watson eine Frau und dem gerade aus einer Drogenentzugsklinik entlassenen Sherlock Holmes als Entzugs-Patin zugewiesen. Zur großen Überraschung lösen die beiden Protagonisten gemeinsam Mordfälle. Elementary fehlt es wie allen Sherlock Adaptionen an frischen Ideen und ist von daher nicht sonderlich zu empfehlen.

Gespannt war ich auf die US-amerikanische Action-Krimiserie Banshee, in der ein Betrüger und Kampfsportexperte aus der Haft entlassen wird, die Identität eines ermordeten Sheriffs annimmt und fortan in dem fiktionalen Örtchen Banshee für Furore sorgt. Banshee spart nicht an Gewalt- Action- und Sexszenen, konnte mich jedoch nicht sonderlich vom Hocker reißen. Das liegt zum einen daran, dass ich ohnehin noch nie Fan von ausgewiesenen Actionfilmen war, aber auch an der Tatsache, dass ich, insbesondere in der ersten Episode, regelrecht Kopfschmerzen von der wackligen Kameraführung bekam. Den weiteren Verlauf fand ich dann irgendwann nicht mehr interessant genug, um bei dieser Serie am Ball zu bleiben.

Durchwachsen

Normalerweise springe ich auf alle Serien sofort an, die sich in irgendeiner Art und Weise um das Mediengeschäft drehen. So war ich sehr gespannt auf die US-amerikanische Serie The Newsroom, die den Alltag einer Nachrichtenredaktion zeigt, die eine neue Nachrichtensendung etablieren möchte und sich viel mit sich selber und dem Gesicht und Nachrichtensprecher Will McAvoy beschäftigt. Allerdings konnte mich The Newsroom nicht so richtig packen, obwohl es durchaus immer mal wieder gute Episoden gab. Insgesamt ist mir diese Serie aber zu durchwachsen. Dennoch habe ich sie noch nicht endgültig zu den Akten gelegt.

Mad Men, nun ja. Mad Men spielt im New York der 60er Jahre und zeigt den Alltag einer Werbeagentur und deren Mitarbeiter. Diese Serie glänzt durch den perfekten Look und Lifestyle der 60er Jahre und auch politische und gesellschaftliche Ereignisse aus dieser Zeit werden immer wieder kunstvoll in diese Serie eingebunden. Trotz der Liebe zum Detail wurde mir diese Serie nach der ersten Staffel etwas zu langweilig, so dass ich nicht mehr weiter schaute. Eine Fortsetzung ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Mit dem Rocker-Drama Sons Of Anarchy habe ich schon so einiges durchgemacht. Die erste Staffel fand ich anfangs fast schon lächerlich albern, bevor sie mich gegen Ende und insbesondere mit der letzten Episode so richtig packte. Oft wusste ich jedoch nicht, ob Sons Of Anarchy eine Actionserie oder eine Seifenoper sein möchte. Im weiteren Verlauf wurde Sons Of Anarchy dann deutlich ernster und komplexer, aber auch brutaler. Irgendwann im Verlauf der dritten Staffel, die sich hauptsächlich mit Nordirland beschäftigt, bin ich dann aus der Serie ausgestiegen. Ich kann nicht genau sagen warum, denn eigentlich wurde Sons Of Anarchy immer besser und spannender. Die Chance ist also groß, dass ich zu gegebener Zeit wieder in die Welt des Motorad-Clubs einsteigen und die Geschicke von Jackson „Jax“ Teller verfolgen werde.

Mainstream Drama

Manchmal schaffen es Serien in meinen Serienkonsum, die ich lieber verheimlichen würde. Jeden Fan dieser Serien würde ich eigentlich still und heimlich aufgrund seines schlechten Geschmacks auslachen, und niemals hätte ich gedacht, mehr als nur ein oder zwei Testepisoden solcher Serien ertragen zu können. Aber dann bin ich aus mir unerklärlichen Gründen trotzdem am Ball geblieben, da diese Serien das maximal mögliche geschafft haben, nämlich das Gefühl zu erzeugen, unbedingt wissen zu wollen, wie die Story weitergeht. Zwei solcher Serien sind Revenge und Nahsville.

Revenge ist eine US-amerikanische Dramaserie, in der eine junge Dame unter falscher Identität versucht, an einer ganzen Familie aus sehr gutem Hause Rache zu nehmen, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Dabei ziehen die Macher dieser Serie alle stereotypen Serienregister, die man so ziehen kann. Mein Anspruch an Serien ist in der Regel deutlich höher, dennoch blieb ich aus mir unbekannten Gründen an dieser Serie dran. Im Verlauf der zweiten Staffel flachte mein Interesse dann jedoch analog zur Qualität der Serie deutlich ab.

In eine ähnliche Richtung geht die Serie Nashville, deren erste Staffel, die immerhin aus 21 Episoden besteht, ich innerhalb weniger Tage durchgeschaut habe. Bei Nashville geht es um zwei Countrysängerinnen, die aus unterschiedlichen Generationen kommen und sich auch sonst wie Wasser und Feuer zueinander verhalten. Auch Nashville strotzt vor stereotypen US-Serien Eigenschaften, bringt aber eine neue Komponente ins Spiel, welche diese Serie schon fast zu einer Art Musical macht. Fast alle Protagonisten dieser Serie sind entweder Musiker oder sonst in irgendeiner Art und Weise mit dem Musikbusiness verbunden. Naturgemäß wird in dieser Serie viel Musik gespielt und viel Action findet auf kleinen und großen Bühnen statt. Bei Nashville dreht sich alles um Countrymusik, um Autoren, um Musikverlage, um Musiker, Produzenten und Interpreten. Dazwischen hat fast jeder Charakter mal eine Liebesbeziehung mit jedem, die jedoch meistens nicht lange halten.

Revenge und Nashville sind ideale Serien, für krankheitsbedingte Tage auf der Couch, an denen man nicht viel nachdenken, aber dennoch oberflächlich unterhalten werden möchte. Beides leisten diese Serien in Perfektion.

Comedy

Mit Comedy Serien tue ich mich sehr schwer. Ich mochte zwar aus beruflichen Gründen The IT Crowd, kann aber The Big Bang Theory nicht viel abgewinnen. Ich liebe Stromberg, lache über Californication, kann aber mit den sonstigen typischen Comedyserien nicht besonders viel anfangen. Eine sehr erfrischende Ausnahme sind deshalb die beiden Staffeln von Girls, in denen es um vier völlig unterschiedliche junge Frauen geht, die in New York versuchen, ihr chaotisches Leben auf die Reihe zu bekommen. Girls kann ich auch als Boy guten Gewissens empfehlen.

Womit ich nichts anfangen konnte

Das viel gelobte Game Of Thrones hätte ich auch gerne gut gefunden, schaffte es aber trotz mehrfacher Versuche und beim besten Willen nicht. Die Grundvoraussetzungen waren jedoch von vornherein alles andere als gut, da ich weder Fantasy- noch Ritterfilme mag. Mit Game Of Thrones konnte ich dementsprechend eher wenig anfangen und habe nach den ersten Episoden der zweiten Staffel aufgegeben. Irgendwie konnte ich die diversen Könige und Lords nicht mehr auseinanderhalten und es nervte mich kolossal, dass man mit permanenten Slapstick Einlagen versuchte, dieser Fantasyserie auch einen lustigen Touch zu geben. Aber ja, ich akzeptiere natürlich, dass Game Of Thrones toll produziert ist und fast schon Kinofilmcharakter hat. Mir nützt das allerdings nichts.

Skuril

Black Mirror ist eine sechsteilige britische Miniserie, von der ich bisher nur die erste Episode gesehen habe, in welcher der britische Premierminister von einem Erpresser dazu gezwungen wird, vor laufenden Kameras mit einem Schwein Sex zu machen. Und das macht er dann auch.

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Marius Anatol

Hello, ich bin Marius Anatol aus Frankfurt am Main. Ich interessiere mich für Musik, IT, Medien, Politik und das Interweb. Du findest mich auch auf Google+, Twitter, Ello und Facebook.

2 CommentsHinterlasse einen Kommentar

  • Spoiler-Alert!:
    Die 5. BB.Staffel hatte einige Längen, insbesondere fehlte Gus Fring einfach. Aber die Serie hat zum Ende einen sehr würdigen Abschluss gefunden. Das gelingt nicht so vielen Serien.
    Bei Homeland war die zweite Staffel schon nicht mehr so gut, und die dritte muss streckenweise hanebüchen sein. Ich schau’s mir trotzdem an, wenn es hier läuft.
    Die erste Staffel von The Hour war außergewöhnlich und wirklich sehr spannend.
    Und Staffel 1 von The Killing fand ich super, weil sie erstens so eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre hatte und sie nicht so ein 08/15-Procedural war und zweitens weil in der Serie das Leid und der Verlust der Familie sehr eindringlich dargestellt wurde, ohne cheesy zu werden. Außerdem fand ich neben Mireille Enos auch Joel Kinnaman als Stephen Holder ganz großartig. Das Ende der Staffel hat mich aber dann doch ein wenig geärgert. Werde mir aber bei Gelegenheit auch die anderen Staffeln anschauen.
    Hannibal ziehe ich mir auch noch rein, bei Bates Motel und Masters of Sex bin ich mir noch nicht so sicher.
    Top of the Lake fand ich im Übrigen sehenswert, auch wenn Du Recht hast, was den Plot angeht. Und „gleichermaßen farblos und faszinierend“ trifft es auf den Punkt.
    Rectify muss ich mir auch noch anschauen. Das war schon sehr viel versprechend.
    House of Cards steht aber als nächstes auf meiner Liste.
    Und mal schauen, wie The Blacklist mir gefällt. Bin ja schon ein Spader-Fan.
    Under the Dome habe ich ganz schnell wieder gehakt. Und The Following war nach einem ganz gelungenen Piloten ein einziges Ärgernis. Sehr schlampiges Drehbuch, was eine Schande ist, wenn man Kevin Bacon und James Purefoy zur Verfügung hat.
    Sherlock hingegen fand ich phasenweise brillant. Elementary war ganz nett, ich mag halt Johnny Lee Miller ganz gern. Und Lucy Liu geht auch immer.
    Banshee hat mir indes richtig Spaß gemacht – deftiger Pulp ohne weiteren Tiefgang. So was brauche ich manchmal einfach.
    The Newsroom ist mitunter ein wenig unentschlossen und insgesamt nicht so gut wie andere Serien von Aaron Sorkin, dennoch fand ich einige Episoden sehr mitreißend.
    In Mad Men muss ich irgendwie den Wiedereinstieg schaffen. Irgendwann hatte ich mich ausgeklinkt, ohne wirklich sagen zu können, weshalb.
    Und natürlich ist SoA eine SoAp Opera, aber bis auf die dritte Staffel spannend und differenziert, was die Zeichnung der Charaktere angeht, von denen mir der ein oder andere so ans Herz gewachsen ist, dass mich ihr Ableben durchaus mitgenommen hat. Manchmal gehen dem Macher, Kurt Sutter, jedoch ein wenig die Pferde durch, was Plotlinien und Twists angeht. Gleichwohl zählt das zu meinen Lieblingsserien.
    Revenge ist ja so ein typisches Guilty Pleasure. Die erste Staffel konnte ich ganz gut so nebenher wegschauen.
    GoT ist im Übrigen für mich eine der besten Serien der letzten zehn Jahre. Spannend, vielschichtig, mitunter herausragend gespielt und mit derb überraschenden Wendungen. Großer Fan ich bin.
    Von Black Mirror habe ich leider nur die ersten drei Folgen gesehen. Und sie sind alle sehr bemerkenswert, zeichnen sie doch ein wirklich düsteres Bild unserer heutigen und zukünftigen Gesellschaft. Ich könnte gar nicht sagen, welche Folge mir am besten gefallen hat. Von der Grundanlage her fand ich die Folge mit dem Premier Minister am schwächsten, aber der Moment, in dem er es dann tut, war schon sehr stark und der Spiegel der einem vorgehalten wurde, sehr finster.
    Ansonsten, falls Du nix Besseres zu tun hast, schau Dir ruhig mal die erste Staffel von American Horror Story an. Grimm ist ein schönes Guilty Pleasure, allerdings unbedingt im Original ansehen. Justified ist sehr unterhaltsam, Luther ganz sehenswert, Person of Interest wird zunehmend besser, Vikings kann ich sehr empfehlen.
    Und mir fehlte in Deiner Aufzählung The Walking Dead, aber vielleicht hast Du es ja nicht so mit dem Horror-Kram.

    • Hi Franz,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Zu Breaking Bad: Im Gegensatz zu vielen Anderen fand ich das Finale für eine solch großartige Serie etwas minderwertig. Die gesamte 5. Staffel hatte tatsächlich ihre Längen und ich hätte weder den blöden Todd noch seine Deppencrew gebraucht, schon gar nicht als entscheidenden Faktor.

      Zu Homeland: Mir hat auch die zweite Staffel gut gefallen. Einzig die ganzen Szenen mit Abu Nazir auf US-Boden fand ich etwas kläglich.

      Ja, The Killing ist schon eine außergewöhnliche Serie, und nochmal ja, Holder ist großartig. Ich wusste bis vor wenigen Tagen gar nicht, dass es davon eine 3. Staffel gibt und nun sogar noch eine letzte, 6 Episoden umfassende Abschlussstaffel produziert wird.

      Die erste Staffel von American Horror Story habe ich natürlich gesehen und fand sie ganz gut. Die zweite Staffel habe ich aber direkt nach den ersten beiden Episoden beendet, da sie mir gar nicht mehr gefallen hat.
      Ähnliches gilt für The Walking Dead. Auch bei dieser Serie bin ich während der zweiten Staffel ausgestiegen. Im Gegensatz zu American Horror Story werde ich bei dieser Serie aber eventuell wieder einsteigen.

      Von Luther kenne ich einige Episoden, fand ich aber nicht weiter bemerkenswert, gleiches gilt für Person Of Interest.

      Mit Justified habe ich mich bisher noch gar nicht beschäftigt, wäre eventuell mal eine Maßnahme.
      Ich denke Vikings ist nichts für mich, denn auf den Bildern sah ich Menschen in Rüstungen, die Schwerter in den Händen hielten. Das hat für mich schon bei Game Of Thrones nicht funktioniert.

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