David Judson Clemmons ist wohl einer der am meist unterschätzten Musiker. Der in Berlin lebende Amerikaner hat musikalisch schon derart viel auf die Beine gestellt, hat schon einige absolut geniale Alben veröffentlicht, dass man sich immer wieder darüber wundert, warum er nicht viel mehr Erfolg mit seinem Schaffen hat.
Ob als Solokünstler, ob mit seinen Bands Jud und The Fullbliss, David Judson Clemmons hat schon in jeder Konstellation kleine Meisterwerke erschaffen. Seine Alben werden lediglich von seinen Live Auftritten überboten. Wer noch nie auf einem Gig von ihm war, sollte das unbedingt nachholen.
Als großer Fan von ihm ist es dementsprechend nur konsequent, dass David Judson Clemmons einen warmen Platz im maingold Adventskalender erhält. We are black T-Shirt People.
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Ich tue mich sehr schwer mit deutschen Musikern, die in deutscher Sprache singen. Leider geht das in den meisten Fällen kräftig in die Hose. Ich tue mich auch etwas schwer mit Daniel Wirtz; die Gründe dafür habe ich vor einiger Zeit mal versucht aufzuschreiben.
Aber abseits von allen Vorurteilen und Szenen, ist Daniel Wirtz einer der wenigen deutschen Musiker, der den Alternative Rock Bereich in deutscher Sprache beackert, und dabei durch Bodenständigkeit und Qualität auffällt.
Mit einer tollen Stimme gesegnet – manche Leute haben ihn schon als den deutschen Eddie Vedder bezeichnet – geht Wirtz unbeirrbar seinen eigenen Weg ohne sich dabei irgendwo anzubiedern. Und weil er darüber hinaus noch aus Frankfurt kommt, hat Daniel Wirtz einen Platz im maingold Adventskalender in der Kategorie Local Hero verdient.
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Vor einigen Monaten unterhielt ich mich mit einem Mitarbeiter einer Konzert Bookingagentur. Die Zeiten sind nicht besonders rosig, und man macht sich dort zunehmend Sorgen, dass geplante Konzertveranstaltungen nicht so gut besucht werden könnten. Der Musikwirtschaft geht es nicht gut und dann haben wir ja auch noch Wirtschaftskrise. Ob man denn nicht etwas mehr in diesem ominösen Internet machen solle, und wenn ja dann was.
Wir gingen also die gängigen Möglichkeiten durch, und ich erklärte in diesem Zusammenhang die “Whats´s happening?” formerly known as “What are you doing?” Plattform Twitter. Außerdem zählte ich weitere Möglichkeiten auf, um im Internet aktiv zu werden.
Wenn man aber erst einmal verstanden hat wie eine solche Bookingagentur arbeitet, wobei das eigentliche Vorgehen sicherlich auch von Fall zu Fall etwas voneinander abweichen kann, dann muss man sich schon fragen, ob die vielen Social Media Tools im konkreten Fall überhaupt nützlich sein könnten, und in welchem Schritt des Arbeitsprozesses sie denn zum Einsatz kommen könnten.
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Anathema ist eine weitere großartige Band, die im maingold Adventskalender auf gar keinen Fall fehlen darf. Gestartet in der Subkultur des Doom Metal, schlagen Anathema mittlerweile deutlich ruhigere Töne an. Wer Anathema nicht kennt, der hat eine lohnenswerte Reise durch deren Backkatalog vor sich. Alternative 4, Judgement, A Fine Day to Exit, A Natural Disaster, großartige Alben warten darauf entdeckt zu werden.
Leider ist es in letzter Zeit ein wenig zu ruhig um diese früher sehr bewegliche Band geworden. Aber vielleicht überraschen sie uns in naher Zukunft mit einem neuen brillanten Album.
Heute, am vierzehnten Tag des Adventskalenders, hören wir den vielleicht traurigsten Song der Band, der sich mit dem Tod der Mutter der beiden Brüder Daniel “Danny” und Vincent Cavanagh beschäftigt. One last Goodbye in einer akustischen Version.
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Meine Woche vor dem dritten Advent

by Marius on 13. Dezember 2009 · 1 comment

Montag:
2 Wochen vor Weihnachten stelle ich mit Erschrecken fest, dass ein anvisiertes Weihnachtsgeschenk über Nacht um 50 Euro teurer geworden ist, was ein Viertel des Gesamtpreises ausmacht. Nun gilt es flexibel zu sein.
Außerdem frage ich mich, ob man für ein Geschenk für die Schwiegereltern mehr Geld ausgeben darf, als für seine eigenen Eltern. Die Antwort lautet, es ist völlig egal.

Dienstag:
Ich sehe ein Hemd für 299 Euro von einer mir unbekannten Marke und staune. Außer mir befindet sich kein weiterer Kunde im Laden. Ich entscheide mich dafür, es den anderen Kunden gleich zu tun und verschwinde.
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Nun aber zu Alberta Cross, der Band des Jahres mit dem Album des Jahres. Schon lange habe ich mich nicht mehr so sehr über eine Neuentdeckung gefreut. Das Alberta Cross Debütalbum Broken Side Of Time lief im Hause maingold auf extremer Heavy Rotation.
Obwohl Alberta Cross mit Sicherheit eine ganz ausgezeichnete Live Band ist, gibt es leider noch nicht so viele wirklich qualitativ gute Live Videos der Band. Aus diesem Grunde muss ich mir am dreizehnten Tag des Adventskalenders mit einer Art Promovideo aushelfen.
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Eine kurze aber heftige Karriere legten die Mannen von At the Drive-In aufs Parkett. Auch heute noch ist das Album Relationship of Command so etwas wie eine Post-Hardcore Referenz. Finde ich zumindest. Am zwölften Tag, zur Halbzeit des Adventskalenders, findet sich hinter dem Türchen mein Lieblingssong dieser Band, 198d.

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Diametral zu meinem sonstigen Musikgeschmack mag ich auf eine gewisse Art Anneke van Giersbergen. Ich war zwar nie ein Fan ihrer früheren Band The Gathering, aber einige ihrer Songs, die sie nach The Gathering aufgenommen hat, gefallen mir.
Anneke ist definitiv eine sehr sympathische Frau, mit einer tollen, lächelnden Stimme. Wenn man sich musikalisch viel in den dunkelsten Ecken herumtreibt, dann kann eine so positive Erscheinung wie Anneke van Giersbergen es ist, manchmal gut tun.
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Eine Band die man Heute nicht mehr guten Gewissens empfehlen kann, weil sie nur noch furchtbarsten Billigpop machen, ist die spanische Band Dover. Wenn man die heutigen Aufnahmen mit ihren alten vergleicht, mag man kaum glauben, dass man es hier mit ein und derselben Band zu tun hat.
Als Dover noch gut waren, haben sie aber einige schöne Alben veröffentlicht. Heute, am zehnten Tag des Adventskalenders, hören wir Dover mit dem Song Angelus.
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Erst gestern steckte Genius Greg Dulli mit seiner früheren Band The Afghan Whigs hinter dem Türchen meines Blogs. Heute, am neunten Tag des musikalischen Adventskalenders, steht er schon wieder auf der kleinen Maingold Bühne, diesmal gemeinsam mit seiner Band The Twilight Singers und seinem Bruder im Geiste, Mr. Mark Lanegan.
Im Angebot haben die beiden einen Song, der aus gleich zwei unterschiedlichen Coversongs besteht. Sie verarbeiten das wunderschöne Massive Attack Cover Live With Me, welches nahtlos in das vor allem von Nirvana unter dem namen Where Did You Sleep bekannte amerikanische Standard In The Pines von Bill Monroe übergeht.
Nothing’s right, if you ain’t here, I’ll give all that I have, just to keep you near.

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Von Twitter und PR Beratern

by Marius on 8. Dezember 2009 · 11 comments

Christian, selbst PR Berater, hat einen schönen Artikel darüber geschrieben, wieso er Twitter gerade nicht so mag. Im Prinzip schreibt Christian, dass PR Menschen zuhauf in die kleine Welt des blauen Vögelchens einfallen, um dort mit ihren ach so typischem PR Nettigkeiten und Attitüden vor allem an ihrer eigenen Reputation zu arbeiten.
Dies kann ich durchaus nachvollziehen, da es mir zum Teil sehr ähnlich mit dieser PR Spezies ergeht.
Natürlich, und auch das lässt Christian nicht unerwähnt, könnte man nun wunderbar argumentieren, dass man solchen Personen doch einfach nicht mehr folgen bräuchte, somit wäre diese Angelegenheit zu den Timeline Akten gelegt. Das ist allerdings nicht ganz richtig, die Welt ist etwas komplizierter.
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Wahrscheinlich gibt es auf dieser schönen Erde keinen weiteren Menschen, der auch nur annähernd so viele absolut herausragende Songs geschrieben hat, wie Greg Dulli, der Mastermind von The Afghan Whigs es getan hat. Würde man zu Übertreibungen neigen, könnte man sagen, Greg Dulli ist Gott.

Als ich damals The Afghan Whigs entdeckte, ging für mich die Tür zu einer völlig neuen Welt auf, ich betrat eine neue musikalische Dimension. Selten zuvor sprach ein Musiker so direkt zu mir wie er es tat, niemals zuvor hörte ich eine derartig unverschämt gute Mischung aus Rock und Soul, wobei Soul für mich bisher so ziemlich das Schlimmste war, was ich mir musikalisch hätte vorstellen konnte. Plötzlich wusste ich, was Menschen meinten, wenn sie sagten, He´s got Soul. Greg Dulli ist der annähernd perfekte Musiker, weil er diese spezielle Art, diese spezielle Attitüde hat. Weil er in der Lage ist, soviel mehr in seine Songs zu packen, als es die meisten anderen können.
Angefangen vom ersten The Afghan Whigs Album, bis hin zu seinen weiteren Projekten und Bands wie The Twilight Singers und The Gutter Twins mit Mark Lanegan, alles was Dulli musikalisch anfasst wird zu Gold.
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Evan Dando von der Band The Lemonheads ist eine der großen tragischen Figuren der Indie Musik Szene. Der hübsche Junge mit den wehenden blonden Haaren, der sich so gerne mit Models und schönen Frauen umgab, der zwischen VIP-Lounge und Drogensumpf pendelte, der immer für einen Skandal gut war, der zeitweise so sehr gehasst wurde, dass es sogar kurzzeitig eine “I Hate Evan Dando” Bewegung gab, ist trotz aller Eskapaden ein begnadeter Songwriter. Seinem größten Erfolg stand er dabei immer selber gekonnt im Weg.
Nichts desto Trotz hat Dando einige Meisterwerke aufgenommen, das Lemonheads Album Lovely zum Beispiel ist eines davon.
Hier und Heute, an diesem siebten Tag des Adventskalenders, hören wir Evan Dando mit einem seiner für mich persönlich schönsten Songs. Ride with me. When you can´t trust yourself, Baby trust someone else.
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Anruf aus dem Jenseits

by Marius on 6. Dezember 2009 · 0 comments

Wenn ich mein Blog nicht schon einige Male komplett gelöscht hätte, um wieder bei Null anzufangen, dann würde sich hier irgendwo ein Artikel aus dem Jahre 2007 mit dem Namen “Trackback am Ende” finden lassen. In diesem Artikel habe ich geschrieben, dass die Radiosendung Trackback, Überraschung, am Ende wäre.
Offensichtlich habe ich mich damals getäuscht, denn kurz nachdem ich meinen Artikel Und was machen die Blogs im Jahre 2009? veröffentlicht hatte, rief mich Marcus Richter aus Berlin von Radio Fritz an, um mich zu fragen, ob er mich für seine kommende Trackback Sendung kurz zu dem Thema meines Artikels interviewen könne. Vielen Dank dafür.
Die komplette Sendung kann man wie immer im Trackback Podcast hören, mein Interview wird ab Minute 09:57 gesendet.

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Viele Künstler tun heute fast alles um Erfolg zu haben. Aufwendig inszenierte Videos, eine künstlich in Szene gesetzte Macke, schrille Outfits, Skandale, und Songs aus Plastik. Entkernt man solche Künstler bis auf ihre Musik, bleibt leider oft nicht mehr viel übrig. Sie verkaufen sich, anstatt ihrer Musik.
Gazpacho ist eine Classical Post Prog Ambient Nocturnal Atmospheric Neo-Progressive Folk World Art Rock Band aus Oslo/Norwegen, die ohne all diesen ganzen Kram auskommt.
Trotzdem und gerade deswegen, sind ihre beiden letzten Alben Night und Tick Tock zwei aus der großen Masse herausragende, absolut zeitlose Meisterwerke. Besonders ihr Album Night, habe ich so häufig gehört, dass ich es fast auswendig kenne. Gazpacho machen Musik, in der man sich verlieren kann. In einer Zeit, in der man innerhalb kurzer Zeit alles findet, ist das verlieren umso schöner. Winter is never.
Öffne das Türchen

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Der Boss ist der, der die Geldbörse zückt. Das dachten sich auch die Bandmitglieder von Bruce Springsteen, die ihm nach dem ausbezahlen der Gage nach einem Auftritt den Titel “The Boss” gaben. Der Boss ist aber auch der, der seit 40 Jahren musikalisch am Ball geblieben ist, und in dieser Zeit das ein oder andere Meisterwerk veröffentlicht hat. Mal mit, mal ohne Stars and Stripes.
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Adventskalender Türchen 4: Ben Lee – Kids

by Marius on 4. Dezember 2009 · 0 comments

Eine Band und ein Song, beide einmal quer durch die Hypemachine gedreht. MGMT und Kids. Was bleibt ist ein großartiger Songs und tausend Cover. Und das Beste stammt von Ben Lee und heißt: Ben Lee läuft mit seiner Gitarre durch einen Park und singt Kids von MGMT. Control yourself. Take only what you need from it.
Start playing, Ben Lee

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Die besinnlichen Stunden rücken näher, könnte man sagen, wenn man Verkäufer von Weihnachtsartikeln im Einzelhandel wäre. Das bin ich aber nicht, ich verkaufe keine Artikel, ich verschenke sie, und in diesem Fall mal wieder ein Artikel aus der Serie des Rock´n Roll Adventskalenders. Hinter Türchen Nummer Drei steckt ein großer Meister seines Fachs.
Open The Magic Door

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This is Flutter from Sixteen Horsepowers last show ever in Antwerp, Belgium 2004.
David Eugene Edwards, der Sohn eines Wanderpredigers, der die Menschen mit Feuer- und Schwefel Predigten zurück auf den rechten Weg bringen suchte, ist einer meiner großen musikalischen Helden. 16 Horsepower, Woven Hand, alles was David Eugene Edwards musikalisch anfasst, wird zu wahrem Gold.
Dark Alternative Gothic Country at its very best. Hier mit der Quetschkommode from Hell.

Sixteen horsepower – Flutter


Direktlink
Bonustracks nach dem Klick

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Vielleicht werden hier in den nächsten 24 Tagen nur Musikvideos erscheinen. Quasi so als musikalischer Adventskalender. Mir würde das gefallen. Vielleicht werde ich auch immer erst abends dazu kommen, das neue Türchen zu öffnen. Vielleicht wird es auch Tage geben, in denen ich gar nicht dazu komme. Das würde mir dann wiederum weniger gefallen.

Wie auch immer ich das lösen werde. Hinter dem ersten Türchen steckt Victoria Williams mit ihrem Song Crazy Mary, der aus dem Jahre 1993 stammt.
Wer Pearl Jam liebt, wird Crazy Mary kennen, denn das ist einer der vielen besten Pearl Jam Songs, und es ist ein Cover von eben Victoria Williams.
Victoria Williams ist eine Singer- Songwriterin aus Südkalifornien, die 1993 an Multipler Sklerose erkrankt ist. Im Jahre 1994 nahmen einige Künstler ein Tribut Album (Sweet Relief: A Benefit for Victoria Williams) mit Songs von Victoria Williams auf. Diese Aufnahme führte zur Bildung einer Wohltätigkeitsorganisation, die professionellen Musikern im Falle von Krankheit hilft.
Aber nun Bühne frei für wild eyed Crazy Mary:
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